Meditation: eine Investition ins eigene Köpfchen

Kolumne von Lisa Ringen

Digitalisierung und Beschleunigung gehen Hand in Hand. Eigentlich gehen sie nicht, sie rennen. Mit multiplen Projekten, Kunden und sogar Arbeitgebern zu jonglieren ist für immer mehr Menschen längst Büroalltag. So auch für mich.

Dem Wunsch nach Balance und Entschleunigung nachgehend, habe ich vor einigen Monaten etwas ausprobiert, das mein Leben und Arbeiten umgehend positiv beeinflusste. Seitdem will und muss ich mich unaufgefordert mit den unterschiedlichsten Menschen über dieses Thema austauschen. Die Erfahrung, die ich im letzten Herbst machen durfte, begeistert mich nach wie vor und ich möchte sie teilen. Ich berichte dabei von einem Aha-Moment, den ich meist wie folgt beschreibe: „Es ist für mich so, als hätte ich im Buch des Lebens, von dem man ja weiß, dass man immer mal wieder ein Kapitel beendet und das nächste beginnt, plötzlich etwas komplett Neues und Unerwartetes entdeckt. Auf einmal stelle ich fest: Das Buch ist in 3-D und hat versteckte Seiten und geheime Einschübe!“

Die Rede ist von Meditation.

Es braucht nicht viel. Tatsächlich so wenig, dass mich einige Menschen gefragt haben, warum ich für so etwas Simples überhaupt Geld in die Hand genommen habe. Meditieren lernen, in meinem Fall im Rahmen eines kostenpflichtigen Einführungskurses, ist meine ganz persönliche Investition, die ich für die bisher beste meines Lebens halte.

Fünfzehn Minuten zwei Mal täglich, in denen der Kopf herunterfahren darf. Meine Augen sind geschlossen, ich atme ruhig und flach. Dann beginne ich, ohne zu sprechen mein Mantra zu wiederholen. Leicht und gelöst, ohne mich darauf zu konzentrieren. Einfach so, wie es gerade kommt. Und das, was dann passiert – oder eben nicht passiert – ist jedes Mal anders. Auch das gehört dazu und ist spannend. Doch spannend ist das Ganze immer erst hinterher, denn eigentlich geht es bei Meditation um geistige Entspannung.

Gelassener und effizienter: In den Flow durch Meditation

Auf längeren Reisen hatte ich meine innere Ruhe und einen perfekten Fluss gefunden. Egal, was um mich herum passierte, ich war genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Alles floss und ich war mittendrin. Dieser Fluss oder Flow beschreibt für mich einen himmlischen, erstrebenswerten Zustand im absoluten Einklang. Und diesen Flow hatte ich zumindest immer so lange, bis mich nach ein paar Wochen in Deutschland der Alltagsstress mitriss und vereinnahmte. Gedanklich beschäftigte ich mich meist weit vor und nach der Arbeit mit dem, was ich über den Tag und die nächsten Wochen im Job auf dem Zettel hatte und plante die Dinge, die ich noch zu erledige hatte. Dabei ging ich oft verschiedene mögliche Szenarien durch, untersuchte alle denkbaren Outcomes auf ihre mutmaßlichen Konsequenzen. Ich verbrannte zu viel Energie. Und, viel schlimmer noch, ich war dabei, eine für mich wichtige Trennlinie zu verwischen: Die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem. Gedanken rund um die Arbeit hatte sich als Untermieter eingenistet und übernahmen nun, positiv wie negativ, sehr viel – zu viel – Raum im Privatleben ein. Mir war bewusst, dass dem so war, doch irgendwie fühlte ich mich von meinem eigenen Kopf mitgerissen und unfähig, ihn konsequent zum Rasten zu bringen. Als mein Partner uns dann im September gemeinsam bei einem Meditations-Infovortrag anmeldete, war ich dankbar, und wusste instinktiv, dass ich endlich und unbedingt Meditieren lernen musste.

Auf die Einführungszeremonie, bei der wir in jeweils einer Einzelsitzung unsere geheimen Mantras erhielten, folgten zwei gemeinsame Sitzungen mit jeweils zwei Stunden Meditation und Gesprächen. Unser Meditationslehrer, ein spitzbübischer, drahtiger 70-Jähriger, erklärte uns, dass es bei Meditation und Transzendieren (lateinisch: Übersteigen) um Grenzenlosigkeit geht. Dieses Konzept kann nicht verstanden, sondern nur gefühlt werden, am besten, indem man es selbst erlebt. Jede Meditation ist anders. Es gibt kein falsch, solange man sich immer wieder an die Grundlagen der Meditation erinnern (gelöst und entspannt anstatt verkrampft das Mantra denken, den Körper zur Ruhe kommen lassen und frei von Erwartungshaltungen beginnen, während des Meditierens nichts verurteilen, wenn Gedanken kommen, immer wieder aufs Mantra besinnen).

Wie bei einem Computer startet durch regelmäßige Meditation im Gehirn eine Defragmentierung, die über die Zeit des eigentlichen Meditierens hinausgeht: Der Geist verdichtet sich nachhaltig, während der Verstand still wird. Jetzt ist die Zeit der körpereigenen Selbstheilungskräfte gekommen. Sie nutzen die Gelegenheit, Wartungsarbeiten zu erledigen und alles einmal gründlich zu reinigen.

Manchmal fühlt es sich für mich so an, als würden durch die Meditation Updates installiert, die mich im Laufe der nächsten Stunden oder Tage dabei unterstützen, ruhiger, klarer und entschlossener zu handeln. Ich entscheide besser und lerne neue Möglichkeiten kennen, mit meinem Körper zu arbeiten, anstatt mich gedanklich zu zerfleischen. Und ich bin nicht alleine. Dass es Meditation längst aus der Eso-Ecke ins Rampenlicht geschafft hat, bezeugen hochdotierte Management-Seminare, bei denen Top-Manager lernen, mithilfe von Meditationstechniken Stress abzubauen und effizienter unter Druck zu arbeiten. Sie sind keine Buddhisten oder Anhänger fernöstlicher Rituale. Sie tun es, weil Meditation für sie funktioniert. Jeder Mensch, egal welchen Alters oder Bildungsgrads, kann ortsunabhängig und ohne Hilfsmittel meditieren. Es gibt unterschiedlichste Meditationstechniken, der Zugang ist einfach; unterm Strich entfalten alle eine nachweißlich positive Wirkung sowohl für einen selbst als auch das Umfeld. Das Allerbeste: wenn einmal verinnerlicht, dann ist Meditation komplett kostenfrei.

Schwierig finde ich es zwar immer noch, komplett frei von Urteilen und Bewertungen zu meditieren, aber auch das klappt immer besser. Ich gewöhne mich daran, dass ich meine Meditation idealerweise gar nicht versuche, zu beeinflussen. Wenn Gedanken kommen, dann versuche ich sie so schnell wie möglich durch die Wiederholung des Mantras zu verdrängen, anstatt sie wie einen zugeworfenen Ball aufzunehmen. Dann lasse ich diese Gedanken in Frieden weiterziehen, ohne sie oder mich selbst zu bewerten. Hiermit tue ich mich noch schwer, doch auch das fügt sich. Mittlerweile ist es kein Beinbruch mehr, wenn ich es nach einem langen Tag einmal nicht schaffe, vom Einschlafen zu meditieren, und stattdessen auf der Couch versacke. Auf die Meditation am nächsten Morgen freue ich mich dafür umso mehr, denn ich merke, wie sehr es mir mein Geist dankt.

Das Jahrhundert des Gehirns – Investitionen in die Zukunft

Als komplexestes und wertvollstes Organ wird der menschliche Kopf im „Jahrhundert des Gehirns“ immer wichtiger. Da wir ihn (noch) nicht auswechseln oder gegen ein neueres, leistungsstärkeres Model tauschen können, müssen wir mit dem Eumel da zwischen den Schultern arbeiten, den wir zur Verfügung haben. Gehört man zur US-Tech-Elite, dann investiert man heutzutage in Start-ups, die sich damit beschäftigen, unsere Gehirne technologie-unterstützt schneller und produktiver zu machen. Dies ist eine Investition in menschliche Maximalbeschleunigung, was vordergründig zu den Anforderungen passt, die mit der Digitalisierung einhergehen.

Elon Musk und seine Firma Neuralink haben die Vision, datenleitfähige Substanzen über das menschliche Gehirn zu legen und damit Geist und Maschine verschmelzen zu lassen. Der Unternehmer möchte die Science-Fiction-Vision schlechthin in die Tat umsetzen, und Hirn-Computer-Schnittstellen entwickeln – und damit die Grenzen der Selbstoptimierungsmöglichkeiten und Risiken der ungewollten Einflussnahme gravierend verschieben.

Mit der „Verdrahtung“ der eigenen Gedanken mit einem Computer mag ich mich nicht so recht anfreunden. Umso besser, dass ich seit sechs Monaten am eigenen Leib erlebe, dass es einen viel einfacheren und kostengünstigeren Weg gibt, das Brain zu pimpen.

Ich habe meine Investition bereits getätigt und lege etwas Ähnliches jeder Person nahe, die ich treffe. Mehr oder weniger regelmäßig investiere ich jetzt Zeit in das Abtauchen in die gedanklichen Stille und genieße den Effekt, den es auf mich hat. Nicht immer gelingt mir das Transzendieren, der Zustand von No-Mind und absolutem Sein. Das ist in Ordnung. Transzendenz kann – große Überraschung – nicht erzwungen oder herbeigewünscht werden. Damit muss ich klarkommen. Ich kann es nicht kontrollieren. Der menschliche Körper ist eben kein Computer, sondern etwas viel Umfangreicheres. Ich brauche nicht auf die Entwicklungen aus Silicon Valley warten, ich setze auf meine körpereigenen Kräfte, die ich immer besser kennen und entwickeln will. Je mehr ich mich damit auseinandersetze, desto besser wird es.

Meditation ist optimale Geistespflege für jeden Menschen, der Ruhe, Fokus und Ausgeglichenheit verinnerlichen möchte.

Mehrere Projekte parallel verfolgen oder Fokus auf ein Business-Modell?

Kolumne von Tim Chimoy

Darauf gibt es keine klare Antwort, denn die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab. Jeder hat andere Vorlieben, einen anderen Lebensstil, eine andere Empfindlichkeit, was Stress angeht. Und natürlich auch unterschiedlich ambitionierte Ziele.

In den letzten Jahren habe ich selbst immer wieder mehrere Baustellen parallel aufgerissen. Das liegt zum Einen daran, dass ich gerne neue Dinge ausprobiere. Zum Anderen fülle ich meine Freizeit wieder ruck-zuck mit neuen Projekten, sobald ich zu viel Leerlauf habe – weil mir genau das einfach viel Spaß macht.

Nachteile mehrere Projekte
Ich habe dabei aber auch die negativen Seiten des Jonglierens mit mehreren Projekten kennengelernt. Das größte Problem: Es wird schnell stressig und man hat durch das Springen von Projekt zu Projekt wenig Gelegenheit, im Kopf zur Ruhe zu kommen. Auch die Entscheidung, an welcher Baustelle die Arbeit gerade dringender ist, führt zu einem latent schlechten Gewissen, gerade etwas zu vernachlässigen.

Vorteile ein Projekt
Die Vorteile, sich einem einzigen Businessmodell zu widmen (so wie es in den Zeiten vor „Digital Business“ die Regel war) sind eindeutig. Neben weniger Unruhe („habe ich schon genug getan?“) ist wohl das wichtigste Argument, dass man einen laserscharfen Fokus auf eine Sache richten kann. Man kann zu einem „Profispieler“ in seinem Geschäftsbereich werden. Das ist beim Jonglieren mit mehreren Projekten schwierig. Fokus bietet einem die Chance, richtig zu wachsen.

Vorteile mehrere Projekte
Aber es gibt auch Vorteile für das Betreiben von mehreren Projekten. Man diversifiziert! Nicht nur bei der Geldanlage ist Diversifikation wichtig. Es macht Sinn, mehr als eine Einnahmequelle zu haben. So kommt schließlich weiterhin Geld herein, wenn ein Projekt einmal scheitert. Zudem kann man sich so ausprobieren, diverse Interessen ausleben.

Ich versuche mittlerweile, keine neuen Baustellen aufzureißen. Nicht zuletzt auch um häufiger einmal zur Ruhe zu kommen. Dabei habe ich zwei gut laufende Geschäftsmodelle, auf die ich mich voll fokussiere. Unsere Citizen Circle Community, sowie meine Arbeit als Architekt und Workspace Designer. Diese Dinge bekommen meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Sie ergänzen sich auch – und passen für mich unter einen Hut.

Und jetzt du! Wie gehst du mit dieser Frage um? Entscheidest du dich bewusst dafür, viele Projekte parallel zu verfolgen? Oder tust du es, aber wünscht dir eigentlich einen klareren Fokus? Vielleicht bist du auch auf ein Geschäftsmodell fokussiert, und kannst bestätigen, wie viel mehr Energie man dadurch aufbringen kann? Ich freue mich über deine Meinung.

Zuerst erschienen als Montagspost von Tim Chimoy vom Citizen Circle, einer Querdenker-Community, die Gründer dabei unterstützt, mit einem digitalen, ortsunabhängigen Businessmodell durchzustarten.

Die Stärke des Willens

Kolumne von Bernhard Stuhrmann

Sport und Arbeit haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermutet: Viele Erfahrungen aus der Arbeit- und Sportwelt lassen sich ganz einfach verbinden. Am Ende zählt der Wille allein, ein erst unvorstellbares Projekt zu vollenden.

Einmal wurde ich in einem Vorstellungsgespräch gefragt, wie ich mich bei eintönigen Aufgaben in der Datenpflege selbst motivieren könne. Mir fiel sofort ein Beispiel aus dem Klettern ein: Du schaust nie hinauf zur Spitze, wenn du an der Wand bist, sondern fokussierst dich nur auf ein kurzes Stück vor dir, welches du abarbeitest und sobald du dieses geschafft hast, darfst du dich mit einer Kleinigkeit oder Pause belohnen. So erhält die Psyche ihre Belohnung und du verlierst nicht den Antrieb, weiterzumachen. Auf dem umgekehrten Pfad habe ich davon in einem Film (Sturz ins Leere (Originaltitel: Touching The Void), erschienen 2003) gehört, in dem ein Bergsteiger nach einem Unfall auf allen Vieren mit gebrochenem rechten Oberschenkel und zertrümmertem Knie, nach einem Sturz in 100 Meter Tiefe den Berg ohne Trinkwasser 4 Tage von rund 5800 Höhenmetern auf 4500 Meter zum Basislager hinabkroch. Dieser Bergsteiger hat nie die ganze Distanz im Blick gehabt, sondern hat sich immer nur 20 Meter fortbewegt, um dann kurz zu verschnaufen und seine Gedanken zu ordnen. Im Interview erzählte er davon und mir war plötzlich klar, dass ich es auf dem Weg nach oben genauso gemacht habe, natürlich unter viel besseren Umständen. Den Job habe ich übrigens nicht bekommen, was ich aber nicht auf meinen fehlenden Willen schiebe. In diesem Fall war es Unerfahrenheit, die andere Bewerber schon hinter sich gelassen hatten. Aber es war schon ein großer Erfolg, überhaupt für ein Bewerbungsgespräch eingeladen worden zu sein. Das signalisierte seitens der Firma Interesse an meinem Lebenslauf. Ab diesem Punkt gab es für mich kein Aufgeben mehr. Ich bereitete mich so gut es ging auf dieses Vorstellungsgespräch vor und obwohl ich etwas fiebrig war, wollte ich auf keinen Fall absagen. Denn eine Absage wäre eine Aufgabe gewesen.

Mehr geht immer
Es gibt nämlich noch etwas, das ich in meinem kurzen Leben bisher gelernt habe: wenn du sagst, dass du nicht mehr kannst, hast du mindestens noch 20 Prozent Energie übrig.
In meiner Freizeit trainiere ich mit einem Freund ein Rugby-Team von Frauen und Männern. In einer meiner ersten Sessions probierte ich etwas aus, das wir bei der Bundeswehr manchmal gemacht haben. Ich plante dazu ein Circuit-Training und veranschlagte für jede Station zwei Minuten. Mir war von vornherein klar, dass kaum jemand zwei Minuten jede Übung durchhalten würde, aber darauf kam es auch gar nicht an. Es war wie in einem Assessment-Center: Dort werden Kandidaten für die freien Stellen manchmal vor einen Berg Aufgaben gesetzt, die sie in der vorgegebenen Zeit gar nicht schaffen können. Ziel für die Bewerber sollte es auch gar nicht sein, alle diese Aufgaben zu beantworten, sondern einfach möglichst viele richtig zu beantworten. Dazu sollte sich die Psyche nicht unter Druck setzen lassen, denn dann würden Fehler passieren und das, obwohl noch genügend Zeit übrig bleibt, die nächste anzugehen. Was in dem einem Fall die Psyche und unseren Geist unter Druck setzt, schafft in dem anderen Fall körperlichen bzw. physischen Stress, der sich oftmals durch Worte wie „nicht noch mehr“ oder „ich kann nicht mehr“ ausdrückt. Entscheidend dabei war für mich zu beobachten, wer anscheinend belastbarer ist. Gut zwei Drittel des Teams hätten mehr geben können, denn für Witze untereinander reichte es in den Pausen jedes Mal. Wenn wir beim Bund während Läufen angefangen haben mit unserem Buddy zu quatschen, hat der Zugführer das Tempo jedes Mal gesteigert. Unangenehm daran war vor allem, dass man selten wusste, wie lange diese Runden waren. Zwischen 10 bis 16 km war alles drin und es war gewiss, dass danach noch Sport folgen würde. Das Männchen im Ohr, welches dir sagt, du könnest nicht mehr, musst du rauswerfen. Ich gebe zu, dass es bei mir auch etwas gedauert hat, dieses Gefühl des Hinschmeißens und Aufhörens zu überwinden. Aber es ist letztendlich nur eine Willenssache und je stärker man an sich selbst glaubt, desto stärker wird der Wille.
Dazu fällt mir ein Beispiel aus dem alten Japan ein. Dort haben sich angehende Samurais für ein Jahr ohne Kontakt zur Außenwelt einzeln in ein Haus begeben um vom Heranwachsenden zum Mann zu werden, der seiner Aufgabe gewachsen ist (aus dem Buch Hagakure von Tsunetomo Yamamoto, entstanden zwischen 1710 bis 1716). Nun glaube ich nicht, dass noch irgendjemand bei Verstand sein Leben als Knecht oder Diener freiwillig in den Dienst eines Fürsten stellt und dieses mit dem Ableben des Herrschers auch beendet, aber die Hingabe zur richtigen Vorbereitung auf die bevorstehende Aufgabe fasziniert mich. Ein Jahr lang ohne soziale Kontakte in einem Haus zu leben und sich nur mit sich selbst und seinen Schwächen zu beschäftigen und diese abzulegen, halte ich für eine Meisterleistung. Es bedarf eines starken Willens, das durchzuziehen.

Probleme im Kern erkennen und beheben
Ich fand schon das Leben auf einer Insel so groß wie 2,5 Fußballfelder im Indischen Ozean für ein Jahr als ziemlich strapazierend und dabei hatte ich sogar noch Gesellschaft. Aber leben und arbeiten am gleichen Fleck lehrt einen eine sehr wertvolle Lektion. Kein Problem ist so groß, dass man es sich erlauben könnte, es links liegen zu lassen. Das fällt mir inzwischen oft auf meiner Arbeit auf. Es wird teilweise gar nicht mehr versucht, ein Problem im Kern zu erkennen und dieses zu beheben. Stattdessen wird häufig einfach akzeptiert, dass der vorgeschlagene Weg nicht begehbar sei. Stellt euch vor, was passiert wäre, wenn nach sieben Tagen noch immer kein Versorgungsboot an der Insel angelegt hätte oder etwas weniger drastisch, ein Blitzeinschlag den Stromgenerator beschädigt hätte. Man wächst mit seinen Aufgaben.
Was ich euch vermitteln wollte: egal welcher Job oder welche Aufgabe vor euch liegt, es immer leichter ist, einfach aufzugeben, aber das man nur vorankommt, wenn man den starken Willen hat, das gesteckte Ziel zu erreichen.

Bernhard Stuhrmann ging nach der Schule zum Militär. Danach arbeitete er mehrere Jahre in kaufmännischen Berufen im In- und Ausland, einschließlich einer kleinen Insel auf den Malediven, bis er schließlich 2017 nach Berlin zurückkehrte. Hier fand er einen Job im Einkauf und trainiert nebenher als Assistenz-Coach Rugby.

Intensivstation im Kinderzimmer: Einblick in die ambulante Kinderkrankenpflege

Werde ich gefragt, was ich beruflich mache, schauen mich auf meine Antwort oft zwei große, fragende Augen an. „Was machst du?“ „Ich arbeite in einem ambulanten Kinderkrankenpflegedienst.“ Wieder Stille. „Ich bin ursprünglich gelernte Kinderkrankenschwester.“ „Ach ja“, sagt mein Gegenüber, das ist bekannt. „Mittlerweile bin ich im Qualitätsmanagement tätig.“ Jetzt fällt der Groschen – mein Gesprächspartner nickt wissend. Nun hat er verstanden. Und ich frage mich: Hat er tatsächlich ein Bild davon, aus welcher Unternehmensbranche ich komme? Ich führe fort: „Wir versorgen schwerstkranke, zum Teil beatmete und tracheotomierte Kinder. Stell dir eine Intensivstation in der Klinik vor und nun stell dir vor, diese Intensivstation befindet sich in einem Kinderzimmer.“ Mein Gegenüber blickt erneut erstaunt. „Was, das gibt es?“ „Na klar“, sage ich, „Kinder, die in der Klinik aufgrund einer schweren erworbenen oder angeborenen Erkrankung, eines Unfalls oder anderer Ursachen behandelt werden und auskuriert sind, müssen irgendwann aus der Klinik entlassen werden. Auch wenn sie weiterhin beatmet sind. Sie wollen, wie jedes andere Kind, einfach nach Hause in ihre vertraute Umgebung.“ „Stimmt,“ sagt dann das nachdenkliche Gesicht, „darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.“

Und wieder einmal…
Ich steige aus meinem Auto, einem Dienstwagen mit Werbung für unser Unternehmen. Ambulante Kinderkrankenpflege steht darauf. Meinen kleinen Sohn habe ich gerade von der Tagesmama geholt. Eine ältere Frau kommt auf mich zu. „Sie passen wohl auf kleine Kinder auf?“, fragt sie und zeigt auf meinen Sohn, dann auf unser Werbeschild. „Nein,“ sage ich lächelnd. „Das ist mein Sohn. Aber ja, wir kümmern uns um sehr kranke Kinder.“

Ich bin auf einem Pflegekongress. „Was machen Sie denn beruflich?“, fragt mich ein Mann, der ebenfalls am Kongress teilnimmt. Auf meine Antwort folgt die gleiche Reaktion wie gewohnt. Ich erkläre ihm, was ambulante Kinderkrankenpflege ist. „Stimmt, habe ich irgendwie schon einmal gehört“, sagt er. „Aber berufspolitisch spielt die Kinderkrankenpflege keine große Rolle“, meint er, dreht sich um und geht.

Ein Blick auf die Zahlen
Ja, das ist korrekt, die Fakten sprechen für sich. Nur circa drei Prozent der 2,34 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Aber sind 66.000 pflegebedürftige Kinder und Jugendliche unwichtig? Ist deren gesicherte medizinische und pflegerische Versorgung durch Fachpersonal unwichtig? Reicht es aus, wenn sich Eltern, urplötzlich mitten in der Intensivpflege ihres Kindes befindend, allein um ihre Kinder kümmern? Die Reaktionen meiner Gegenüber vermitteln mir oft das Gefühl.

Wie muss es sich für Eltern anfühlen?
Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es ist, Eltern eines schwerkranken Kindes zu sein, dessen Leben möglicherweise von Beatmungsschläuchen abhängig ist? Oder wie es wäre, wenn man euch morgen einfach unvorbereitet auf eine Intensivstation verfrachten würde? Allein, ohne Ärzte und Pflegepersonal an eurer Seite? Ohne dass ihr jemals dafür ausgebildet wurdet? Könnt ihr euch vorstellen, wie viel physische und psychische Kraft dies betroffene Eltern täglich kosten mag? Ständig in der Angst, das eigene Kind jederzeit verlieren zu können. Das Horchen nach einem Piepen der Überwachungsgeräte – Tag und Nacht. Angst vor jeder lebensbedrohlichen Krise, die bis zum Eintreffen des Notarztes allein überbrückt werden muss. Zu Hause. Ohne Fachkenntnisse. Ohne jederzeit verfügbare Hilfe.

Es gibt Helfer
Diese Eltern wird es geben. Die nicht wissen, dass es da jemanden gibt, finanziert durch die Kranken- und Pflegeversicherung: die ambulante Kinderkrankenpflege. Diese Minderheit an Pflegefachkräften, höchst qualifiziert, die wie in der Klinik auf ihr Kind aufpasst, es vor lebensbedrohlichen Krisen bewahrt, fachlich versiert und rund um die Uhr. Pflegefachkräfte, die all die medizinischen und pflegerischen Aufgaben übernehmen können, sodass Eltern einfach nur Eltern sein dürfen. Die dem eigenen Kind und der ganzen Familie die großen Ängste ein Stück nehmen können.
Mein Gegenüber, die ältere Frau und der Mann vom Kongress – sie alle drei wären vielleicht genau die Eltern. Hätten sie sich nicht auch gewünscht, sich in professionellen Händen aufgehoben zu fühlen? Ein Stückchen mehr Lebensqualität für ihr Kind und für sich? Es aber nicht haben, da sie nicht wussten, dass es uns gibt.

Ein Blick in die Vergangenheit
Ich gebe es zu: Vor zehn Jahren war mir der Begriff ambulante Kinderkrankenpflege ebenfalls nicht geläufig. Heute bin ich froh, vor genau zehn Jahren diesen Weg als Alternative zum Klinikalltag gegangen zu sein. Warum? Weil ich neben meinem Wunsch, mit Kindern zu arbeiten, ihre Lebensqualität zu verbessern und mich fachlich weiterbilden zu können, hier vor allem Eines fand: Zeit für die kranken Kinder – Zeit für die Pflege. Mit flexiblen Arbeitszeiten im Schichtsystem. Mit viel Gestaltungsspielraum meiner Tätigkeiten und vielen Herausforderungen.

Mein Wunsch für die Zukunft
Ich hoffe, eines Tages nicht mehr mit fragenden Augen angeschaut zu werden, wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde. Dann hat man diese Kinder und sie – die ambulante Kinderkrankenpflege – nicht mehr vergessen, sondern ihre Wichtigkeit erkannt.

Christin Nimmrichter, Dipl. Pflegewirtin (FH) und Kinderkrankenschwester, ist seit zehn Jahren bei der Mobilen Ambulanten Pflegepartner GmbH & Co. KG tätig. Als Qualitätsmanagerin, Personalentwicklerin und Datenschutzbeauftragte strebt sie durch Vernetzung von grauer Theorie und bunter Pflegepraxis nach besten Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter.

Was ist Crowdfunding aus steuerlicher Sicht?

Kolumne von Thomas Adler

Was passiert rein rechtlich, wenn Geld an eine Crowdfunding-Plattform gegeben wird?
Die kurze Antwort: Es entsteht ein Kaufvertrag.

Wenn jemand über eine reward-based Crowdfunding-Plattform ein Projekt unterstützt, dann gehen die AGBs der meisten Plattformen davon aus, dass dies einen Kaufvertrag zwischen Geldgeber und Geldempfänger konstituiert, unabhängig davon, ob die Prämie materieller Natur wie CDs, Download eines Films oder Eintrittskarten oder aber immaterieller Natur wie Widmungen, Danksagungen, Nennung im Booklet oder eine Logopräsenz sind.

Bei Beträgen ohne Gegenleistung wird von Steuerrechtlern teilweise argumentiert, dass hier eine Schenkung oder Spende vorliegt. Ich persönlich bezweifle das aber. Eine Schenkung muss in der Regel unentgeltlich erfolgen. Unentgeltlich bedeutet nicht nur, dass die Schenkung nichts kosten darf, sondern auch, dass keine Gegenleistung erfolgen darf (§ 320ff BGB). Da aber für viele der Crowdfunding-Projekte Dankeschöns, Prämien und Gegenleistungen im Zuge der Geldzahlung erworben werden können, kann meines Erachtens nicht von einer Schenkung geredet werden.

Aber auch für einen Crowdfunding-Betrag ohne Gegenleistung ist der Begriff der Schenkung nicht angebracht. Man könnte leicht argumentieren, dass bei einem Crowdfunding-Projekt mit der Realisierung eines bestimmten Vorhabens geworben wird, insofern jeder gegebene Geldbetrag an das Versprechen geknüpft ist, bei erfolgreicher Finanzierung das beworbene Projekt auch umzusetzen. Selbst wenn also keine Gegenleistung verlangt wird, ist das gesamte Crowdfunding-Projekt eine Gegenleistung für den Geldgeber.

Kurzum: Ihr müsst Einnahmen aus Crowdfunding versteuern und natürlich auch Rechnungen ausstellen.

Thomas Adler ist Diplom-Kaufmann, Künstler-Coach und Existenzgründer-Berater in Berlin und hilft seit Jahren dem einen oder anderen Künstler aus der bürokratischen Patsche.

Foto: Niels Steeman / Unsplash

Meine Suche nach dem FLOW

von Anne van Dülmen

Eine Freundin brachte mir vor einiger Zeit einmal ein Buch mit, das jemand in ihren Hausflur gelegt hatte – in Berlin eine weit verbreitete Methode, Dinge zu „verschenken“, die man loswerden möchte. Der Titel: „FLOW im Beruf. Das Geheimnis des Glücks am Arbeitsplatz“ von Mihaly Csikszentmihalyi. Ich wollte mich damals beruflich neu orientieren, hatte aber keine Ahnung, was zur Hölle ich machen sollte. Offenbar hatte meine Freundin die vage Hoffnung, das Buch könnte mich da irgendwie weiterbringen.

Das Phänomen des FLOW erklärte sich schon im Klappentext als eine „Glückserfahrung in der Form des völligen Eingebundenseins und des Aufgehens in einer Tätigkeit“. Wow. In dem, was man tut, „Aufgehen“ – sich selbst und alles rundherum vergessen: das klingt nach Meditation, nach dem Leben im Hier und Jetzt, nach Ganzbeisichsein, Einssein mit dem Universum. Mehr Identifikation geht nicht, das höhere Selbst ruft. Wenn ich bei einer bestimmten Tätigkeit in eine derartige Trance fallen würde, so dachte ich, würde mir das vielleicht helfen, endlich meine echte Berufung zu finden.

Ich machte mich also auf die Suche nach dem FLOW und beobachtete mich bei allem, was ich so tat. Aber mein Alltag blieb so uninspiriert wie er damals war. Zwischen Teilzeitjob und Kinderbetreuung hin- und hergerissen wollte keine Versunkenheit aufkommen. Ablenkungen und Unterbrechungen hielten mich davon ab, aber auch eine Mischung aus ständiger Unter- und Überforderung gepaart mit der Überzeugung, aus dieser Mühle aussteigen zu müssen. Der Kopf war stets woanders. Frustrierend!

Finde den FLOW!
Aber eines Tages geschah es dann doch – und zwar beim Putzen. Diese meditative Aktion. Konzentrierte Abwesenheit. Unmerkliche Zielstrebigkeit. Freude über selbst geschaffene Ergebnisse. Irgendwie ging das schon ein bisschen in Richtung „Aufgehen“ in einer Tätigkeit. Aber was das nun mit meiner Berufung zu tun haben könnte? Ich nahm das Buch wieder zur Hand und lernte: der richtige FLOW kommt nur, wenn man weder unterfordert, noch überfordert ist. Ein bisschen anstrengen muss man sich also, einfache Routinetätigkeiten wie putzen machen zwar zufrieden, aber das ist nicht dasselbe. Marathon laufen, ein Herz operieren – So etwas in der Art muss es schon sein. Das entspannte Wegdriften am Staubsauger war also doch nicht das, wofür ich es gehalten hatte. Aber wenigstens war ich nicht unterbrochen worden und hatte ein Erfolgserlebnis, was bei Müttern mit kleinen Kindern schon einmal zu unerwarteten Hochgefühlen führen kann.

Wer den FLOW finden will, braucht also eine sinnvolle Aufgabe, die ihn fordert. Ein toller Nebeneffekt: im FLOW hört man auf zu grübeln. Depressionen und negative Gedanken haben keine Chance mehr. Csikszentmihalyi gibt zwar zu, dass man das auch „mit bekannteren Formen des Eskapismus erreichen kann, also mit Alkohol, Drogen oder Promiskuität“. Aber wer im FLOW ist, befinde sich in einem Zustand des „Vorwärts-Entkommens aus der momentanen Realität“. Letztlich geht es also darum, an Herausforderungen zu wachsen und sich weiter zu entwickeln. Mehr noch: Während wir „unser Selbst für die Dauer des FLOW-Erlebnisses in der Regel vergessen, kehrt das Selbstwertgefühl im Anschluß an diese Erfahrung stärker als zuvor wieder. Menschen, die vergleichsweise mehr FLOW-Erfahrungen machen, haben auch ein insgesamt höheres Selbstwertgefühl“.

Arbeit macht glücklich – und süchtig
Soviel zur Psychologie der Arbeit als Weg zur Selbstfindung. Die ganze Theorie rund um den FLOW scheint also zwei altbekannte Maximen zu bestätigen: Einfach machen! Und: Höher, weiter, schneller! Erfüllende Arbeit macht glücklich – aber manchmal auch süchtig. Wie tröstlich, dass einfach mal nur Putzen schon zu einem Grundrauschen an Glücksgefühlen führen kann. Das ist ja manchmal schon ein großer Gewinn, Berufung hin oder her. Hauptsache, man tut was und das was man tut, macht Sinn.

Anne van Dülmen hat lange als Steuerjuristin gearbeitet und ist derzeit in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Als Autorin bei WORK IN PROCESS sucht sie mutig und freundlich nach neuen Perspektiven in der Arbeitswelt. Mutigundfreundlich.de heißt auch ihr persönlicher Blog.

Steuerliche Behandlung von Kindern oder: Warum manche Leute auf Kindergeld verzichten sollten

Kolumne von Thomas Adler

Unabhängig, ob mit oder ohne Kinder: Unverheiratete und Alleinerziehende werden gegenüber Verheirateten aufgrund des Ehegattensplittings seit Jahrzehnten benachteiligt. Jeder weiß das, und jeder bemängelt es. Indes: Wir haben nunmal Merkel. Und die Merkelraute ist die eingefrorene Form des Däumchendrehens.

Im Großen und Ganzen sind die steuerlichen Absetzmöglichkeiten bei Kindern beschränkt auf:

Hebamme: Außergewöhnliche Belastung, teilweise absetzbar
Schwangerschaftsgymnastik: dito
Kita-Gebühren: voll absetzbar
Babysitter: Voll absetzbar, wenn dieser per Überweisung bezahlt wird
Schulgeld: voll absetzbar bei Besuch einer Privatschule

Daneben sollten sich beide Elternteile einen halben Kinderfreibetrag auf ihrer Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Alleinerziehende wechseln von Steuerklasse 1 in Steuerklasse 2.

Das eigentliche Problem ist das Kindergeld:

Deutschland ist in der EU das einzige Land, in dem das Kindergeld vorwiegend zur steuerlichen Freistellung des Existenzminimums gewährt wird. Durch das Grundgesetz ist geregelt, dass das Existenzminimum nicht besteuert werden darf. Daher prüft das Finanzamt bei der Einkommensteuererklärung auch, ob der Abzug der Freibeträge für den Steuerpflichtigen günstiger ist als der Anspruch auf das Kindergeld. Dies wird Günstigerprüfung genannt.

Sollte sich aus dieser Prüfung ergeben, dass der kindbedingte Steuervorteil aufgrund des Freibetrags höher ist als das Kindergeld, dann wird dieser überschießende Betrag an den Steuerpflichtigen ausgezahlt. Kommt der umgekehrte Fall in Frage, bleibt es weiterhin beim Kindergeld. Eltern, die über ein hohes zu versteuerndes Einkommen verfügen, stellen sich mit dem Abzug der Freibeträge regelmäßig besser gegenüber dem Kindergeld. Eltern mit einem geringen zu versteuernden Einkommen hingegen sind mit dem Kindergeld besser beraten. Seit dem Jahre 2004 reicht für diese Anrechnung auf den Kinderfreibetrag der Anspruch auf Kindergeld aus. Es spielt keine Rolle, ob das Kindergeld auch tatsächlich ausbezahlt wurde.

Thomas Adler ist Diplom-Kaufmann, Künstler-Coach und Existenzgründer-Berater in Berlin und hilft seit Jahren dem einen oder anderen Künstler aus der bürokratischen Patsche.

Foto: Ben White / Unsplash

Das Fairphone

Kolumne von Anja Graff

Technische Ausrüstung – das faire & modulare Smartphone

Der Sinn von technischen Geräten sollte eine allgemeine Erleichterung sein. Sich verselbstständigende Smartphones, die nach 24 Monaten intensiver Nutzung ihrer Eigenschaft als Wegwerfmedium alle Ehre machen, nerven. Seit knapp einem Jahr besitze ich ein Fairphone der zweiten Generation. Dem Konsumtrend gen Nachhaltigkeit mit logischen Argumenten folgend, erschien mir diese Anschaffung sinnvoll. Den digitalen Dschungel des täglichen Lebens durchquere ich mit meinem Fairphone, auch ein Großteil unserer Instagram-Fotos sind mit diesem Gerät entstanden. All das ist Grund genug, das faire Smartphones genauer zu beleuchten.

Der Gründungs-Check

Die Geschichte hinter dem Fairphone ist für mich der lebende Beweis, dass man weltverbessernde Ideen eben doch in die Realität umsetzen kann. Das Geburtshaus des Fairphones ist die WAAG Society – ein niederländisches Institut, dass seit 22 Jahren im Bereich Kunst, Technik und Wissenschaft forscht und experimentiert. Gründer Bas van Abel launcht die Idee Fairphone mit dem Statement: „Wenn du‘s nicht öffnen kannst, gehört es dir nicht“ und trifft den Nerv des kritischen Konsumenten elektronischer Geräte. 2012 taucht das Fairphone im europäischen Digital Social Innovation Report auf. Vorbereitend hat es insgesamt drei Jahre an Forschung und einer Aufklärungskampagne über Konfliktmineralien gebraucht, bis 2013 die Business-Idee in eine geschäftsfähiges Fundament gegossen wurde. Der Firmensitz vom Fairphone ist in Amsterdam in der Rechtsform einer niederländischen GmbH, genannt B.V. Für diese Art der europäischen Rechtsform braucht es 18.000€ Stammkapital (in Deutschland 25.000€). Eine B.V. ist zwar zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung verpflichtet, muss aber keinen Jahresbericht für die Öffentlichkeit erstellen. Wenn man aber als Aufklärungskampagne startet, dann ist Transparenz ein genauso gleichwertiges Nonplusultra wie die produktbegleitende Kommunikation. Heute arbeiten mehr als 50 Mitarbeiter bei Fairphone, Bas van Abel ist noch immer als CEO mit von der Partie. Das Business-Profil: ein soziales Unternehmen, das ein ethisch fair hergestelltes Smartphone produziert.

Was aber genau ist fair am Fairphone?

Stichwort Konfliktmineralien: Die großen Vier im Herstellungsprozess von Unterhaltungselektronik sind Zinn, Talan, Gold und Wolfram. Diese Rohstoffe werden im Bergbau erschlossen und die rohstoffreichen Länder sind meistens die Krisengebiete. Fairphone setzt sich in verschiedenen Stationen entlang der Wertschöpfungskette für bessere Arbeitsbedingungen und fair gehandelte Materialien ein.
Stichwort Wegwerfprodukte: Es werden Recyclinglösungen gesucht und umgesetzt, um Elektroschrott zu vermeiden. In 2015 wurden über 770 Millionen Smartphones allein in China produziert; wenn die alle nach zwei Jahren kaputt gehen – fröhliches Wachsen der Elektroschrottmüllberge.

Kaufargument Glaubwürdigkeit

Der aufgeklärte, neugierige, sozial verantwortliche Smartphone-Besitzer wäre wahrscheinlich die Basis der Zielgruppen-Persona. Die Fairphone-Eigentümer oder -Interessierten werden über verschiedene Medien bespaßt und informiert: Instagram hat 8,6k Follower, #fairphone hat 6,5k Beiträge, Facebook 133,6k Likes, LinkedIn 5.6k Follower. Das Fairphone hat diverse Awards in variablen Kategorien in 2015 und 2016 abgeräumt: Produktdesign, Green Tec, schnellstwachsendes Tech-Unternehmen etc. Den blauen Engel, seines Zeichens das älteste und renommierteste Umweltgütesiegel, gab‘s 2016. Im aktuellen Greenpeace Guide to Greener Electronics führt das Fairphone mit einem B-Rating. Das Story-Telling des Fairphones verspricht eine Glaubwürdigkeit, die schlüssig darlegbar ist und deswegen integer daherkommt.

Der Wettbewerb

Apropos Glaubwürdigkeit: Ein bisschen stutzig hat mich das B minus-Rating von Apple im genannten Greener Electronics Guide von Greenpeace gemacht. Stand der Elektronikgigant doch gefühlt gestern noch in der Kritik, fürchterlichste Produktionsbedingungen zu dulden und gar vertuschen zu wollen. Ein Schelm, wer hier an Greenwashing denkt. Ach, und wo wir gerade bei Wettbewerbern sind: Natürlich interessieren mich auch durchsetzungsfähige Wettbewerber in dieser Produktkategorie: Es gibt noch das Shiftphone. Über die deutsche Version des fair produzierten Smartphones bin ich erst im Zuge der Artikelrecherche gestolpert. 2014 über Crowdfunding zum Leben erweckt und mit denselben Features wie das Fairphone: fair, modular, Android-basiert. Hersteller ist ein deutsches Familienunternehmen aus der Nähe von Kassel, die neben Smartphones auch Tablops (eine Kombination von Tablet und Laptop) im Produktportfolio haben.

Es fühlt sich verdammt gut an, Besitzer und Nutzer eines fairen Smartphones, in meinem Fall des Fairphones 2, zu sein. Das Produkt überzeugt und irgendwie wird man ganz automatisch Fan und ggf. Missionar. Ich bitte um Entschuldigung, wenn das wie eine einzige Werbeveranstaltung klingt. Überzeugt war ich aber schon bevor ich diesen Artikel geschrieben habe, weil die ganze Geschäftsidee neben der grünen, ethisch korrekten Glaubwürdigkeit einen weiteren charmanten Vorteil bietet: den DIY-Aspekt.

Modularität und Nutzungsperformance

Wenn etwas an dem Fairphone kaputt oder technisch überholt ist, heißt es nicht: „Kauf komplett neu“, sondern „Mach‘ ganz und zwar selber“. Die Ersatzteile sind preislich erschwinglich und reihen sich nachvollziehbar in das Gesamtkonzept Fairphone ein. Die alten Geräteteile schickt man, um den Recyclingkreislauf zu schließen, zurück. Die notwendigen Verbesserungen der Schwachstellen des Fairphone 1, also der ersten Produktionsreihe, sind umgesetzt worden. Das Geschäftskonzept Fairphone scheint von allen Seiten gut durchdacht, ohne das Blaue vom Himmel zu besprechen. Die gängigste physische Schwachstelle am alltäglichen technischen Begleiter – das Display – ist überraschend robust. Das erste Smartphone in meiner Chronologie ohne „Spiderman-App“. Der Akku ist nicht besser oder schlechter als bei anderen Geräten; für 20 € kann man über eine Neuanschaffung durchaus nachdenken. Die technische Seite in Form der neusten Android-Version (6.0.1) läuft auf meinem Gerät fehlerfrei; Apps lade ich über den Google Play Store herunter. Besonders gut: die Menüführung ist simpel und funktional.

Zugegeben, Fairphone vereint viele Themen im Sinne der ethischen und grünen Machart unter einem Hut. Das klingt zu gut, um wahr zu sein? Die Gewinnmarge von 9 € pro Gerät soll hier nicht das Haupt-Pro-Argument für die Glaubwürdigkeit sein. Aber genau diese, und dass das Gerät tatsächlich seine Dienste tut, machen es mir sehr schwer, nicht weiterhin begeistert zu sein.

Anja Graff ist gelernte Bankerin und Autorin bei WORK IN PROCESS. In ihrer Kolumne auf WORK IN PROCESS schreibt sie über alles, was ihr im digitalen Dschungel widerfährt.

Foto: Anja Graff

Das Geheimnis der Abschreibungen – Warum Ausgaben keine Kosten sind

Kolumne von Thomas Adler

Das Thema Abschreibungen tangiert eine für betriebswirtschaftliche Verhältnisse fast schon philosophische Frage: Was sind eigentlich Kosten? Hierzu zunächst ein kleiner begrifflicher Exkurs: Ausgaben sind der Abgang von Bargeld oder Bankgeld. Aufwendungen sind Ausgaben, die den Gewinn mindern und somit steuerlich absetzbar sind. Kosten sind Ausgaben, völlig egal, wie das Finanzamt dazu steht, da sie ein Begriff aus dem internen Rechnungswesen sind. Und Unkosten gibt es nicht. Das Äquivalent zu Kosten sind Leistungen. Deshalb nennt man die betriebsinterne Gewinnermittlung auch Kosten- und Leistungsrechnung.

Die Frage ist nun: Wenn ich ein Auto im Wert von 10.000 Euro kaufe, wie hoch sind zum Zeitpunkt des Kaufs meine Aufwendungen? Natürlich null. Aus ökonomischer Perspektive bin ich durch den Kauf des PKW nicht einen Cent ärmer geworden: Zwar ging mein Kontostand um 10.000 Euro zurück, dafür hat sich der Wert meines Fuhrparks um 10.000 erhöht. Die Kosten für den PKW entstehen erst im Laufe der Zeit durch dessen Wertverlust. Dieser Wertverlust wird steuerrechtlich durch die sogenannten AfA (Absetzung für Abnutzung), also die Abschreibungen, dargestellt. Weswegen es übrigens auch nicht viel bringt, kurz vor Jahresende noch Geld ohne Ende aus dem Fenster zu schmeißen, um das zu versteuernde Einkommen zu senken. Wer im Dezember beispielsweise einen Laptop für 2.100 Euro kauft, kann bei einer Nutzungsdauer von 36 Monaten für das laufende Kalenderjahr lediglich den Wertverlust eines Monats, nämlich 58,33 € absetzen.

Also, liebe Selbständige, achtet darauf: Jedes Produkt ab einem Bruttowert von 489 Euro muss abgeschrieben, und darf nicht sofort voll abgesetzt werden.

Thomas Adler ist Diplom-Kaufmann, Künstler-Coach und Existenzgründer-Berater in Berlin und hilft seit Jahren dem einen oder anderen Künstler aus der bürokratischen Patsche.

Foto: Freddie Collins / Unsplash

Mutterschaft – und weiter geht die Bürokratie

Kolumne von Katrin Haase

Was für einen bürokratischen Hürdenlauf ihr in der Schwangerschaft meistern müsst, habe ich euch bereits verdeutlicht. Doch ihr ahnt nicht, dass es nach der Geburt noch rasanter zugeht.

Endlich habt ihr es geschafft und eure wundervollen Kinder haben das Licht der Welt erblickt. Anstatt euch im Wochenbett acht Wochen lang gemütlich auszuruhen, euer Kind kennenzulernen und ausgiebig mit ihm zu kuscheln und so Wärme und Geborgenheit zu geben, müsst ihr schnell an folgende Dinge denken:

Geburtsanzeige
Habt ihr das Kind im Krankenhaus oder Geburtshaus geboren, schicken sie eine erste Information mit Namen, Namen der Eltern, Geburtsdatum, Geschlecht und Religion an das Standesamt der Stadt, in der das Kind geboren wurde. Keine Panik: Könnt ihr euch nicht gleich auf einen Namen festlegen, kann er spätestens nach einer Woche nachgereicht werden, und zwar schriftlich in Form einer Geburtsanzeige. Habt ihr den Nachwuchs zu Hause bekommen, müsst ihr diesen Gang also gleich innerhalb einer Woche erledigen.

Geburtsurkunde
Das Dokument überhaupt, ohne dass das Kind offiziell nicht existiert. Nun müssen beide Sorgeberechtigte (das habt ihr hoffentlich schon vorher auf dem Jugendamt geklärt oder ihr seid sowieso verheiratet) mit Personalausweis, den eigenen Geburtsurkunden, wenn vorhanden Eheurkunde oder Vaterschaftsanerkennung zum Standesamt der Geburtsstadt des Kindes gehen und dort die Geburtsurkunde beantragen. Habt ihr eine tolle Stadt erwischt, geht ihr noch am selben Tag mit der Urkunde nach Hause. Habt ihr wie im Falle von Leipzig oder Berlin Pech, bekommt ihr sie erst nach Wochen per Post zugeschickt. Ohne die Geburtsurkunde könnt ihr die folgenden weiteren Schritte nicht erledigen. Demnach solltet ihr auch das erledigen, sobald ihr wieder laufen und auf harten Holzbänken sitzen könnt.

Familienkasse
Die Familienkasse ist keine Krankenkasse, sondern eine Finanzbehörde, die ausschließlich für das Kindergeld und den Kinderzuschlag – brutaler Name, aber für Geringverdiener interessant – zuständig ist. Pro Kind bekommt jede Familie 192 Euro pro Monat, ist es bereits das dritte Kind sind es sechs Euro mehr. Zwar hat jeder einen Anspruch darauf, einen schriftlichen Antrag müsst ihr trotzdem stellen. Darin müsst ihr die Identifikationsnummer eures Kindes nennen. Die wiederum bekommt ihr automatisch zugeschickt, nachdem ihr die Geburtsurkunde erhalten habt. Fehlt euch die Nummer noch, schickt den Antrag trotzdem ab und reicht die Nummer später nach. Klingt kompliziert, aber immerhin müsst ihr für das Kindergeld zu keinem Amt rennen, der Gang zum Briefkasten reicht aus.

Krankenkasse
Euer Kind sollte krankenversichert werden. Kein Stress, bei den ersten Arztbesuchen reichen auch eure Chipkarten aus, aber nach einer Weile braucht das Kind eine eigene. Dafür wird es bei der Krankenversicherung der Mutter oder des Vaters hinzugefügt, indem ihr eine Familienversicherung daraus macht. Erfragt bei eurer Krankenkasse einfach den Antrag dafür. Das Kind bleibt dabei beitragsfrei, zumindest bei den gesetzlichen Krankenkassen. Privat müsst ihr dafür extra zahlen.

Künstlersozialkasse
Sofern ihr Freiberufler und KSK-Mitglieder seid, muss auch diese Kasse über die Geburt des Kindes per Kopie der Geburtsurkunde informiert werden. Außerdem könnt ihr euch während der Elternzeit beitragsbefreien lassen. Dann habt ihr weiterhin den vollen Versicherungsschutz, müsst aber keine Beiträge zahlen. Der Wiedereinstieg in die KSK nach der Elternzeit sei wohl problemlos, ich bin gespannt…

Elterngeld
Das Horrorthema überhaupt. Eigentlich ist das Elterngeld eine schöne Sache, aber der Antrag ist reichlich kompliziert, da müsst ihr durch. Holt euch beim zuständigen Amt eurer Stadt den mehrseitigen Antrag, füllt ihn aus und geht vor dem Abschicken nochmal hin, um ihn dort von einem Mitarbeiter prüfen zu lassen. Und das alles vor der Geburt des Kindes, das ist meine Empfehlung. So könnt ihr nach der Geburt einfach noch die letzten Dinge wie Name des Kindes und Geburtsdatum hinzufügen und die Zettelsammlung abschicken. Dann heißt es, geduldig zu warten. Ich warte bereits seit drei Monaten und habe immernoch kein Elterngeld bekommen, die Bearbeitungszeit in Leipzig ist so lang, da es hier an Kindern nur so rieselt. Macht euch also auf eine Zeit gefasst, in der ihr vom Gesparten oder von anderer Unterstützung leben müsst. Für den Elterngeldantrag braucht ihr: 1) eine Gewinnermittlung, eine Steuererklärung oder andere Lohnnachweise 2) eine Geburtsurkunde in Original 3) die Bescheinigung der Krankenkasse über den Erhalt von Mutterschaftsgeld. Ergo heißt es, vorher die Steuererklärung des Vorjahres gemacht zu haben, den Gang zum Standesamt erledigt zu haben und den Krankenkassenkram für das Mutterschaftsgeld hinter sich zu haben. Trotzdem solltet ihr den Antrag nach spätestens drei Monaten nach der Geburt abgeschickt haben, denn das Geld wird nur drei Monate rückwirkend ausgezahlt.

Rente
Das hat mich überrascht: Ihr bekommt während der Zeit, in der ihr euer Kind erzieht, ergo der Elternzeit, einen Rentenanspruch zugesprochen. Dafür müsst ihr ausnahmsweise mal nichts machen. Die Rentenversicherung meldet sich mit einem Brief bei euch und ihr müsst noch nicht mal darauf antworten. Nur abheften solltet ihr ihn für die spätere Rentenberechnung. Als Berechnungsgrundlage nimmt die Rentenversicherung den Durchschnittsverdienst aller Versicherten, das sind aktuell immerhin mehr als 37.000 Euro pro Jahr. Einziger Nachteil: Diese Rente wird nur einem Elternteil zugesprochen, ihr könnt euch aussuchen, ob dem Vater oder der Mutter.

Haftpflichtversicherung
Eure Kinder werden bei euch Eltern mitversichert. Meist genügt ein Anruf bei der Versicherung, damit der Nachwuchs den vollen Versicherungsschutz genießt. Ihr könnt sie aber auch per Brief oder Fax über die Geburt informieren.

Arbeitgeber
Ihr solltet auch euren Arbeitgeber über die Geburt des Kindes informieren. Zu Beginn reicht eine kurze Nachricht per SMS oder Anruf, später, wenn euch danach ist, könnt ihr bei einem guten Verhältnis selbst mit dem Baby vorbeischauen und euch bestaunen und beglückwünschen lassen. Wann das angemessen ist, entscheidet ihr am besten selbst. In den ersten acht Wochen ist es euch per Gesetz untersagt, zu arbeiten, und danach beginnt für die meisten die Elternzeit, sofern ihr das vorher beantragt habt.

Zeit für euch
Versucht euch von der Zettelei und dem Gerenne nicht fertig machen zu lassen und die Zeit zu genießen, die nun auf euch zukommt. Euer Kind merkt sehr genau, ob ihr gestresst oder gut gelaunt seid und ist es dementsprechend auch. Viele dieser Punkte sind Anrufe oder Briefe, die kann vielleicht sogar jemand anderes für euch erledigen. Denn dieses Geschöpf in euren Armen braucht eure Liebe und Aufmerksamkeit, und dafür wiederum braucht ihr Ruhe. Also, schnell ins Bettchen und mit dem Baby kuscheln.

Gründen und gleichzeitig Mutter werden. Wie schafft man es, gleich zwei Babys zu schaukeln? Über diese spannende Erfahrung wird euch Katrin von WORK IN PROCESS jetzt regelmäßig berichten.

Foto: Carlo Navarro / Unsplash