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Zeitmanagement

Wieviel Lebenszeit verbringen wir mit dem Arbeiten?

Arbeiten wir zu viel? Oder das Falsche? Foto: Marten Bjork / Unsplash

Arbeiten wir zu viel? Oder das Falsche? Foto: Marten Bjork / Unsplash

Arbeit ist das halbe Leben – so oder so ähnlich fühlt es sich zumindest für die Meisten an. Doch schauen wir uns einmal die Fakten an. Das American Bureau of Labor Statistics hat herausgefunden, dass wir mit immerhin 8.000 Tagen die meiste Zeit unseren Erwachsenenlebens schlafend verbringen. Auf Platz zwei der stundenintensivsten Beschäftigungen steht mit 4.300 Tagen das Entspannen, Gespräche und andere Freizeitbeschäftigungen. Das zusammen macht schon mehr als die Hälfte unseres Lebens aus – und das ist doch mit recht schönen Dingen gefüllt, oder? Erst dann ist die Rede von Arbeit: Als Erwachsener verbringen wir 3.716 Tage mit dem Arbeiten. Das sind 16 Prozent unserer Zeit. Wenn man mal genau rechnet, scheint das auch ganz logisch: Ein Acht-Stunden-Job lässt uns immerhin noch 16 Stunden Zeit für andere Dinge.
Diese Statistik betrachtet US-Amerikaner, für Deutschland hat das Magazin P.M. mal nachgerechnet. Demnach kommen wir, ausgehend von 80 Lebensjahren, auf 8 Jahre Arbeit. Verglichen mit 24 Jahren und 4 Monaten Schlaf und 12 Jahren fernsehen nur ein Klacks.

Die Statistik-Falle
Trotzdem: Das sind rein statistische Zahlen und deren Auswertung eher spielerischer Natur, denn erstens hat das mit subjektiver Wahrnehmung wenig zu tun und zweitens kann man sich die Zahlen auch anders legen: Rechnen wir den Schlaf als nicht produktive Zeit einmal heraus und nehmen wir Hausarbeit, Einkaufen, Arbeitswege und andere lebenserhaltende Aktivitäten hinzu, steht es um unsere Work-Life-Balance nicht mehr ganz so gut.

Warum überhaupt nachrechnen?
Stellen wir uns doch also lieber die Frage, warum wir uns überhaupt diese Frage stellen, wie viel Lebenszeit wir mit dem Arbeiten verbringen? Rechnen wir jeden Tag nach, wie viele Stunden Lebenszeit uns verloren gehen? Sehnen wir den Feierabend entgegen? Überlegen wir im schlimmsten Falle schon, wann wir endlich in Rente gehen können? Oder freuen wir uns, mit unserer Arbeit etwas Sinnvolles tun zu können, was uns begeistert und glücklich stimmt? Falls das bei dir nicht der Fall ist, lass dich gern von unseren Portraitpartnern und Blogartikeln inspirieren, einen neuen Arbeitsweg einzuschlagen. Denn dann ist es höchste Zeit dafür.

Autor: Katrin Haase
Foto: Marten Bjork / Unsplash

Lesetipps:
ZEIT ONLINE
P.M. Magazin
Flowingdata
Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamts

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