Blog

Bewerbung
Psychologie

Gehaltsverhandlung – so kann es gelingen

Gehaltsverhandlungen sind lästig, aber wichtig. Foto: rawpixel / Unsplash

Gehaltsverhandlungen sind lästig, aber wichtig. Foto: rawpixel / Unsplash

Verhandlungen sind vielen Arbeitnehmern ein Graus. Vielen fällt es oftmals schwer, in eigener Sache Forderungen und Ansprüche zu stellen. Das jedoch ist absolut notwendig, um am Ende mehr Gehalt auf seinem Konto zu haben, denn selten kommt die Gehaltserhöhung von selbst. Im Gegenteil: wer nicht wagt, der nicht gewinnt, heißt es doch so schön in einem Sprichwort. Worauf kommt es also an? Wir haben einige wichtige Fakten für euch gesammelt, mit denen die nächste Gehaltsverhandlung ein voller Erfolg wird.

Die Vorbereitung
Es gibt nicht die eine Strategie, die sich bei einer Verhandlung anwenden lässt. Einige Dinge sollten aber unbedingt durchdacht und vorbereitet werden, bevor man sich in das Gespräch begibt. Zum einen ist es wichtig, mit wem man es in der Verhandlung zu tun hat. Wie ist der Charakter meines Vorgesetzten? Worauf legt er Wert und welche Fähigkeiten und Skills schätzt er, welche Werte sind ihm wichtig? Basierend auf diesen Informationen lässt sich das Gespäch schon einmal ganz anders aufbauen.
In jedem Fall ist es gut, die Verhandlung mit einer anderen Person einmal zuvor durchzuspielen, bevor es in den Ring des eigentlichen Gesprächs geht. So gewinnt man rhetorisch mehr Selbstsicherheit und kann verschiedene Szenarien und Argumentationsketten durchspielen.
Ein anderer wichtiger Faktor ist die Dokumentation der eigenen Leistung. Dazu zählt schriftliches Feedback, Statistiken, Fakten und weitere Dokumente, die die Leistung bestätigen und eine Grundlage für weitere Forderungen nach einem höheren Gehalt begründen. Wer sich nicht sicher ist, ob seine Gehaltsforderungen zu hoch sind, kann sich an Studien, wie zum Beispiel dem Gehaltsreport von Stepstone oder vom Statistischen Bundesamt orientieren.

Die richtige Rhetorik
Ein guter Einstieg in das Gespräch ist mitunter die Grundlage für einen positiven Verlauf der Verhandlung. Wer mit der Tür gleich ins Haus fällt, ist nicht nur unhöflich, sondern auch taktlos und fällt unangenehm auf. Ein kurzer Plausch in angenehmer Gesprächsatmosphäre bricht das Eis und ebnet den Weg in das weitere Gespräch.
Kommt es zum eigentlichen Thema, gilt es die Forderungen klar und deutlich zu formulieren und das dann auch zu begründen. Ganz nach der Devise: Argumente sind gut, Forderungen besser. Gut ist es immer, etwas höher anzusetzen, da in der Regel die Forderung des Arbeitnehmers heruntergehandelt wird. Setzt man höher an, verliert man in der Regel weniger Prozente des angestrebten Gehalts. Bevor die Gehaltsforderung formuliert wird, ist es zu empfehlen, einige Gründe zu nennen, warum mehr Gehalt angestrebt wird. Das kann ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt sein, die erfolgreiche Akquise neuer Kunden, mehr Verantwortung und die Aneignung neuer Fachkenntnisse oder die Einarbeitung neuer Mitarbeiter.

Selbst-Marketing ist erlaubt
Sich seines Wertes bewusst zu sein, hat noch niemandem geschadet. Eher im Gegenteil. Nicht nur für das eigene Selbstwertgefühl, sondern auch im Unternehmen ist dieser Faktor ein wichtiger Parameter, um wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Um das auch messbar zu machen, ist es empfehlenswert, Feedback-Gespräche mit dem Vorgesetzten zu vereinbaren und diese über die eigenen Erfolge und positive Ergebnisse in Kenntnis zu setzen. Auch positive Resonanz von Partnern und Kunden können weitergeleitet werden, um den eigenen Erfolg zu dokumentieren.

Je krummer die Zahl, desto besser
Es hört sich ein wenig seltsam an, aber wer seine Gehaltsforderungen möglichst präzise formuliert und die Gehaltsverhandlung eröffnet, ist deutlich erfolgreicher als jemand, der eine runde Zahl angibt. Das zumindest besagt eine Studie, in der nachgewiesen wurde, dass eine genaue Forderung suggeriert, dass man sich vorab vorbereitet hat. Ein weiterer interessanter Punkt der Untersuchung ist auch, dass die Personen erfolgreicher waren, die einen nicht zu günstigen Wert angegeben haben.

Fazit
Wer sich gut vorbereitet und vorab schon eine genaue Vorstellung hat, von dem, was angestrebt wird, der hat am Ende größere Chancen mit einem positiven Ergebnis aus der Verhandlung zu gehen. Eine gute Selbsteinschätzung kann hier von Vorteil sein, aber vor allem sollte man den Wert seiner Arbeit kennen und einfordern können, denn gearbeitet wird nun einmal nicht umsonst. Warum auch!

Tipps zum Lesen: http://www.sueddeutsche.de/thema/Gehaltsverhandlung
https://karrierebibel.de/gehaltsverhandlung/

Autor: Elsa Loy
Foto: rawpixel / Unsplash

Unterstütze uns auf Steady

Share

Zum Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.