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Webseiten ausdrucken – mit diesem Browser geht’s am besten

Kennt ihr das? Ihr habt eine Rezension, einen tollen Beitrag oder hilfreiche Tipps in einem Forum online gefunden und wollt es gern als PDF speichern oder aber gleich ausdrucken? Der schnelle Klick auf Drucken hinterlässt jedoch ein frustrierendes Ergebnis? Mir ging es bei meiner Arbeit beim Klassiklabel so, wenn ich Besprechungen von CDs abspeichern und ausdrucken wollte. Ich habe folgende Browser getestet: Firefox, Internet Explorer, Google Chrome und Safari. Mein persönlicher Gewinner ist – tataaaa: Chrome! Nur mit Chrome ist es mir gelungen, nur meine vorher ausgewählte Textstelle sauber auszudrucken, ohne Werbung oder Textstellen, die mich nicht interessieren.

So funktioniert das Ausdrucken mit Chrome

Besuche im Browser Chrome die Webseite, die dich interessiert, wähle mit dem Textmarkier-Werkzeug den zu druckenden Text aus und klicke auf die drei Pünktchen rechts neben der Adressleiste. Gehe dort auf Drucken und dann – jetzt kommt´s – links unten auf „Weitere Einstellungen“. Wähle dort „Nur Auswahl“ und schwups sieht die Seite aufgeräumt aus und du druckst nur das aus, was du auch ausdrucken möchtest. Übrigens kannst du so auch PDFs speichern.

Ich hoffe, ich konnte helfen. Habt ihr noch Fragen oder Anregungen zum Thema? Hinterlasst mir gern einen Kommentar.
Eure Katrin

Mehrere Projekte parallel verfolgen oder Fokus auf ein Business-Modell?

Kolumne von Tim Chimoy

Darauf gibt es keine klare Antwort, denn die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab. Jeder hat andere Vorlieben, einen anderen Lebensstil, eine andere Empfindlichkeit, was Stress angeht. Und natürlich auch unterschiedlich ambitionierte Ziele.

In den letzten Jahren habe ich selbst immer wieder mehrere Baustellen parallel aufgerissen. Das liegt zum Einen daran, dass ich gerne neue Dinge ausprobiere. Zum Anderen fülle ich meine Freizeit wieder ruck-zuck mit neuen Projekten, sobald ich zu viel Leerlauf habe – weil mir genau das einfach viel Spaß macht.

Nachteile mehrere Projekte
Ich habe dabei aber auch die negativen Seiten des Jonglierens mit mehreren Projekten kennengelernt. Das größte Problem: Es wird schnell stressig und man hat durch das Springen von Projekt zu Projekt wenig Gelegenheit, im Kopf zur Ruhe zu kommen. Auch die Entscheidung, an welcher Baustelle die Arbeit gerade dringender ist, führt zu einem latent schlechten Gewissen, gerade etwas zu vernachlässigen.

Vorteile ein Projekt
Die Vorteile, sich einem einzigen Businessmodell zu widmen (so wie es in den Zeiten vor „Digital Business“ die Regel war) sind eindeutig. Neben weniger Unruhe („habe ich schon genug getan?“) ist wohl das wichtigste Argument, dass man einen laserscharfen Fokus auf eine Sache richten kann. Man kann zu einem „Profispieler“ in seinem Geschäftsbereich werden. Das ist beim Jonglieren mit mehreren Projekten schwierig. Fokus bietet einem die Chance, richtig zu wachsen.

Vorteile mehrere Projekte
Aber es gibt auch Vorteile für das Betreiben von mehreren Projekten. Man diversifiziert! Nicht nur bei der Geldanlage ist Diversifikation wichtig. Es macht Sinn, mehr als eine Einnahmequelle zu haben. So kommt schließlich weiterhin Geld herein, wenn ein Projekt einmal scheitert. Zudem kann man sich so ausprobieren, diverse Interessen ausleben.

Ich versuche mittlerweile, keine neuen Baustellen aufzureißen. Nicht zuletzt auch um häufiger einmal zur Ruhe zu kommen. Dabei habe ich zwei gut laufende Geschäftsmodelle, auf die ich mich voll fokussiere. Unsere Citizen Circle Community, sowie meine Arbeit als Architekt und Workspace Designer. Diese Dinge bekommen meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Sie ergänzen sich auch – und passen für mich unter einen Hut.

Und jetzt du! Wie gehst du mit dieser Frage um? Entscheidest du dich bewusst dafür, viele Projekte parallel zu verfolgen? Oder tust du es, aber wünscht dir eigentlich einen klareren Fokus? Vielleicht bist du auch auf ein Geschäftsmodell fokussiert, und kannst bestätigen, wie viel mehr Energie man dadurch aufbringen kann? Ich freue mich über deine Meinung.

Zuerst erschienen als Montagspost von Tim Chimoy vom Citizen Circle, einer Querdenker-Community, die Gründer dabei unterstützt, mit einem digitalen, ortsunabhängigen Businessmodell durchzustarten.

To Slack or not to Slack – Warum heute kein Team mehr an dem Tool vorbeikommt

Fragt man heute in jungen Unternehmen nach, was das wichtigste Tool ihrer Arbeit ist, bekommt man derzeit wohl ein recht eindeutiges Ergebnis: Slack.

Zwar ist das Tool nicht neu – es kam bereits 2014 auf den Markt -, seine Vormachtstellung als Kommunikationswerkzeug für Teams es baut aber kontinuierlich aus. Warum auch wir begeistert von Slack sind, möchten wir euch hier erläutern.

Was kann Slack und was macht es so erfolgreich?
Slack verschlankt euren Maileingang massiv. Als Instant Messaging Service funktioniert es ähnlich wie WhatsApp. Das allein ist sicherlich nicht der Grund, warum Slack einen solchen Siegeszug in die Büros dieser Welt antritt. Es sind die Integrationen und die einfache Bedienbarkeit, die Slack von anderen Kommunikationstools abhebt.

So funktioniert Slack
Über die Homepage slack.com kann man sich mit einer E-Mail-Adresse einfach und unkompliziert einen sogenannten Workspace einrichten. Der Workspace ist der Rahmen für die Teamkommunikation. Hier lassen sich einzelne Channels einrichten, die wie ein Chatraum funktionieren. Beliebig viele Teilnehmer können zu diesen Channels hinzugefügt werden. Sie können in jedem Kanal Dateien wie Bilder, Videos, Präsentationen oder Texte hochladen. Gibt man beispielsweise ein Google Doc an die Kanalteilnehmer weiter, erkennt es das System automatisch und leitet ihn direkt auf das zu beurteilende oder bearbeitende Dokument weiter. Die Teilnehmer können alle diese Dateien dann im Kanalkommentieren.

Besonders hervorzuheben sind hier die Icons. Sie helfen als einfaches Mittel, um Umfragen zu starten. Soll es lieber indisch oder italienisch zu Mittag geben? Icon versenden und schwupps können die Kollegen die einzelnen Kommentare mit einem Herz für „Ja“ bewerten. Schnell ist anhand der Herzen dann klar, welches der Favorit ist. Es gibt aber auch Simple Poll – dazu später mehr…

Zusätzlich ist es möglich, jederzeit auch persönliche Nachrichten schreiben. Manchmal muss ja nicht der Chef mitlesen…

Alles in Slack verbinden
Nun kommen wir zu den Integrationen, auf die ihr über Slack direkten Zugriff habt: Zahlreiche Dienste lassen sich mit Slack verknüpfen, darunter Big-Player wie Trello, Dropbox oder das bereits oben genannte Google Drive. Aber auch kleinere, sehr nützliche Apps wie Simple Poll, mit dem man kleine Umfragen erstellen kann, oder Eventbot, mit dem man einen Teamkalender einrichten kann, erleichtern die Teamkommunikation.
Darüber hinaus lassen sich kanalübergreifend alle Dateien, Dokumente und Diskussionen über die Suchfunktion wiederfinden. Das erspart einem das mühsame Durchforsten der einzelnen Kanäle. Jeder von uns kennt doch die Situation,dieses EINE Dokument gerade zu brauchen, was der Kollege am Tag X per Mail gesendet hat. Nur welcher war das nochmal? Mit Slack bleiben einem solche Situationen erspart.

Slack ist nicht nur nützlich, sondern macht auch noch Spaß. Die gesamte Bedienoberfläche ist klar und aufgeräumt strukturiert. Alle Anwendungen sehr ihr auf einem Blick und benötigt ihr einmal Hilfe, steht euch der freundliche Slackbot zur Seite: Er hilft zum Beispiel bei neuen Installationen. Ihr könnt ihn darüber hinaus auch jederzeit in einem gesonderten Kanal etwas fragen. Wenn einem die Diskussion einmal zu spröde wird, kann man den Ton mit einem lustigen GIF auflockern, denn seien wir mal ehrlich: Bei aller Zeitersparnis sollte die Zeit für ein Lächeln zwischendurch immer drin sein (können wir hier ein lustiges GIF auf die Homepage packen).

Mirja Lembcke schreibt bei WORK IN PROCESS über inspirierende Menschen und ihre Geschichten. Besonders liegen ihr die Themen Work/Life 4.0 sowie die kleinen Dinge, die das Leben so lebenswert machen, am Herzen.

Die Stärke des Willens

Kolumne von Bernhard Stuhrmann

Sport und Arbeit haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermutet: Viele Erfahrungen aus der Arbeit- und Sportwelt lassen sich ganz einfach verbinden. Am Ende zählt der Wille allein, ein erst unvorstellbares Projekt zu vollenden.

Einmal wurde ich in einem Vorstellungsgespräch gefragt, wie ich mich bei eintönigen Aufgaben in der Datenpflege selbst motivieren könne. Mir fiel sofort ein Beispiel aus dem Klettern ein: Du schaust nie hinauf zur Spitze, wenn du an der Wand bist, sondern fokussierst dich nur auf ein kurzes Stück vor dir, welches du abarbeitest und sobald du dieses geschafft hast, darfst du dich mit einer Kleinigkeit oder Pause belohnen. So erhält die Psyche ihre Belohnung und du verlierst nicht den Antrieb, weiterzumachen. Auf dem umgekehrten Pfad habe ich davon in einem Film (Sturz ins Leere (Originaltitel: Touching The Void), erschienen 2003) gehört, in dem ein Bergsteiger nach einem Unfall auf allen Vieren mit gebrochenem rechten Oberschenkel und zertrümmertem Knie, nach einem Sturz in 100 Meter Tiefe den Berg ohne Trinkwasser 4 Tage von rund 5800 Höhenmetern auf 4500 Meter zum Basislager hinabkroch. Dieser Bergsteiger hat nie die ganze Distanz im Blick gehabt, sondern hat sich immer nur 20 Meter fortbewegt, um dann kurz zu verschnaufen und seine Gedanken zu ordnen. Im Interview erzählte er davon und mir war plötzlich klar, dass ich es auf dem Weg nach oben genauso gemacht habe, natürlich unter viel besseren Umständen. Den Job habe ich übrigens nicht bekommen, was ich aber nicht auf meinen fehlenden Willen schiebe. In diesem Fall war es Unerfahrenheit, die andere Bewerber schon hinter sich gelassen hatten. Aber es war schon ein großer Erfolg, überhaupt für ein Bewerbungsgespräch eingeladen worden zu sein. Das signalisierte seitens der Firma Interesse an meinem Lebenslauf. Ab diesem Punkt gab es für mich kein Aufgeben mehr. Ich bereitete mich so gut es ging auf dieses Vorstellungsgespräch vor und obwohl ich etwas fiebrig war, wollte ich auf keinen Fall absagen. Denn eine Absage wäre eine Aufgabe gewesen.

Mehr geht immer
Es gibt nämlich noch etwas, das ich in meinem kurzen Leben bisher gelernt habe: wenn du sagst, dass du nicht mehr kannst, hast du mindestens noch 20 Prozent Energie übrig.
In meiner Freizeit trainiere ich mit einem Freund ein Rugby-Team von Frauen und Männern. In einer meiner ersten Sessions probierte ich etwas aus, das wir bei der Bundeswehr manchmal gemacht haben. Ich plante dazu ein Circuit-Training und veranschlagte für jede Station zwei Minuten. Mir war von vornherein klar, dass kaum jemand zwei Minuten jede Übung durchhalten würde, aber darauf kam es auch gar nicht an. Es war wie in einem Assessment-Center: Dort werden Kandidaten für die freien Stellen manchmal vor einen Berg Aufgaben gesetzt, die sie in der vorgegebenen Zeit gar nicht schaffen können. Ziel für die Bewerber sollte es auch gar nicht sein, alle diese Aufgaben zu beantworten, sondern einfach möglichst viele richtig zu beantworten. Dazu sollte sich die Psyche nicht unter Druck setzen lassen, denn dann würden Fehler passieren und das, obwohl noch genügend Zeit übrig bleibt, die nächste anzugehen. Was in dem einem Fall die Psyche und unseren Geist unter Druck setzt, schafft in dem anderen Fall körperlichen bzw. physischen Stress, der sich oftmals durch Worte wie „nicht noch mehr“ oder „ich kann nicht mehr“ ausdrückt. Entscheidend dabei war für mich zu beobachten, wer anscheinend belastbarer ist. Gut zwei Drittel des Teams hätten mehr geben können, denn für Witze untereinander reichte es in den Pausen jedes Mal. Wenn wir beim Bund während Läufen angefangen haben mit unserem Buddy zu quatschen, hat der Zugführer das Tempo jedes Mal gesteigert. Unangenehm daran war vor allem, dass man selten wusste, wie lange diese Runden waren. Zwischen 10 bis 16 km war alles drin und es war gewiss, dass danach noch Sport folgen würde. Das Männchen im Ohr, welches dir sagt, du könnest nicht mehr, musst du rauswerfen. Ich gebe zu, dass es bei mir auch etwas gedauert hat, dieses Gefühl des Hinschmeißens und Aufhörens zu überwinden. Aber es ist letztendlich nur eine Willenssache und je stärker man an sich selbst glaubt, desto stärker wird der Wille.
Dazu fällt mir ein Beispiel aus dem alten Japan ein. Dort haben sich angehende Samurais für ein Jahr ohne Kontakt zur Außenwelt einzeln in ein Haus begeben um vom Heranwachsenden zum Mann zu werden, der seiner Aufgabe gewachsen ist (aus dem Buch Hagakure von Tsunetomo Yamamoto, entstanden zwischen 1710 bis 1716). Nun glaube ich nicht, dass noch irgendjemand bei Verstand sein Leben als Knecht oder Diener freiwillig in den Dienst eines Fürsten stellt und dieses mit dem Ableben des Herrschers auch beendet, aber die Hingabe zur richtigen Vorbereitung auf die bevorstehende Aufgabe fasziniert mich. Ein Jahr lang ohne soziale Kontakte in einem Haus zu leben und sich nur mit sich selbst und seinen Schwächen zu beschäftigen und diese abzulegen, halte ich für eine Meisterleistung. Es bedarf eines starken Willens, das durchzuziehen.

Probleme im Kern erkennen und beheben
Ich fand schon das Leben auf einer Insel so groß wie 2,5 Fußballfelder im Indischen Ozean für ein Jahr als ziemlich strapazierend und dabei hatte ich sogar noch Gesellschaft. Aber leben und arbeiten am gleichen Fleck lehrt einen eine sehr wertvolle Lektion. Kein Problem ist so groß, dass man es sich erlauben könnte, es links liegen zu lassen. Das fällt mir inzwischen oft auf meiner Arbeit auf. Es wird teilweise gar nicht mehr versucht, ein Problem im Kern zu erkennen und dieses zu beheben. Stattdessen wird häufig einfach akzeptiert, dass der vorgeschlagene Weg nicht begehbar sei. Stellt euch vor, was passiert wäre, wenn nach sieben Tagen noch immer kein Versorgungsboot an der Insel angelegt hätte oder etwas weniger drastisch, ein Blitzeinschlag den Stromgenerator beschädigt hätte. Man wächst mit seinen Aufgaben.
Was ich euch vermitteln wollte: egal welcher Job oder welche Aufgabe vor euch liegt, es immer leichter ist, einfach aufzugeben, aber das man nur vorankommt, wenn man den starken Willen hat, das gesteckte Ziel zu erreichen.

Bernhard Stuhrmann ging nach der Schule zum Militär. Danach arbeitete er mehrere Jahre in kaufmännischen Berufen im In- und Ausland, einschließlich einer kleinen Insel auf den Malediven, bis er schließlich 2017 nach Berlin zurückkehrte. Hier fand er einen Job im Einkauf und trainiert nebenher als Assistenz-Coach Rugby.

Mobile Ambulante Pflegepartner sucht: Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Wir suchen Unterstützung für die (Intensiv-)Pflege unserer kleinen Helden im Raum Bayern, Thüringen und Sachsen.

Aus der Idee und Vision der Kinderkrankenschwester Stephanie Müller entstand 1991 einer der ersten ambulanten Kinderkrankenpflegedienste Deutschlands mit derzeit über 250 MitarbeiterInnen. Gemäß unserem Motto „Große Hilfe für kleine Helden“ unterstützen wir seit 27 Jahren an vier Standorten in Deutschland (intensiv-)pflegebedürftige Kinder und ihre Familien in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung.

Als examinierte/-er Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger/-in liebst du den Umgang mit kleinen Patienten und schätzt selbständiges, eigenverantwortliches Arbeiten?

Dann bist du bei uns genau richtig! Es ist uns ein Anliegen die Arbeitsplätze unserer MitarbeiterInnen in Vollzeit-, Teilzeit oder geringfügiger Anstellung so attraktiv und individuell wie möglich zu gestalten.

Du kannst nur zu bestimmten Zeiten arbeiten?
Sprich uns an. Vielleicht haben wir genau den oder die kleine PatientIn welche zu deinen Arbeitsmöglichkeiten passt.

Du wohnst weiter weg?
Kein Problem. Vielleicht haben wir auch einen kleinen Patienten ganz in deiner Nähe? Oder wir beteiligen uns an deinen Anfahrtskosten und erstatten einen Großteil deiner Anfahrtszeit.

Du möchtest nur bei einer kleinen PatientIn oder bei mehreren kleinen PatientInnen tätig sein?
Entsprechend deiner Arbeitsmöglichkeiten ist Beides machbar. Sag uns, wie du es lieber möchtest.

Du vermisst die Nähe eines Teams in der häuslichen Pflege?
Dies versuchen wir durch regelmäßige Teambesprechungen, Dienstplanbesprechungen, Supervisionen und innerbetriebliche Fortbildungen zu kompensieren. Auch findest du jederzeit in unseren regionalen Büroräumen AnsprechpartnerInnen für deine Belange. Mobile Diensttelefone unterstützen deinen Kontakt zu deinen KollegInnen.

Du magst es nicht, wenn du einen Dienstplan vorgesetzt bekommst?
Wir auch nicht! Du sollst und darfst Wünsche zu deinem Dienstplan äußern, dich rege an den Dienstplanbesprechungen beteiligen und dort gemeinsam mit Pflegedienstleitungen und KollegInnen nach fairen Kompromisslösungen suchen.

Du möchtest gerne professionell nach den neusten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen arbeiten?
Wir auch! Deshalb beschäftigen wir eine Mitarbeiterin ausschließlich für den Bereich des Qualitätsmanagements, welche dir zeitnah für Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht. Falls du Interesse hast, dich persönlich in diesen Bereich einzubringen, kannst du dich gern an hausinternen Projekten beteiligen.

Du möchtest angemessen verdienen?
Das sollst du auch! Neben einem Basisstundenlohn bieten wir viele Möglichkeiten des Mehrverdienstes, welche du selbst mitsteuern kannst: maximale Zeitzuschläge, erhöhter Basisstundenlohn bei Übernahme von Bezugspflege, private Nutzung eines Dienst-PKW (ab einer ¾ Stelle), Arbeitszeitkonten, betriebliche Altersvorsorge, Zuschuss zu Kinderbetreuungskosten, Beteiligung an Umzugskosten und vieles mehr.

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Mobile Ambulante Pflegepartner GmbH & Co. KG – Münchner Kindl
Stephanie Müller
Franz-Schrank-Str. 2
80638 München
Tel.:+49 (0) 89/139 28 39 0
info@mobile-ambulante-pflegepartner.de
www.mobile-ambulante-pflegepartner.de

Intensivstation im Kinderzimmer: Einblick in die ambulante Kinderkrankenpflege

Werde ich gefragt, was ich beruflich mache, schauen mich auf meine Antwort oft zwei große, fragende Augen an. „Was machst du?“ „Ich arbeite in einem ambulanten Kinderkrankenpflegedienst.“ Wieder Stille. „Ich bin ursprünglich gelernte Kinderkrankenschwester.“ „Ach ja“, sagt mein Gegenüber, das ist bekannt. „Mittlerweile bin ich im Qualitätsmanagement tätig.“ Jetzt fällt der Groschen – mein Gesprächspartner nickt wissend. Nun hat er verstanden. Und ich frage mich: Hat er tatsächlich ein Bild davon, aus welcher Unternehmensbranche ich komme? Ich führe fort: „Wir versorgen schwerstkranke, zum Teil beatmete und tracheotomierte Kinder. Stell dir eine Intensivstation in der Klinik vor und nun stell dir vor, diese Intensivstation befindet sich in einem Kinderzimmer.“ Mein Gegenüber blickt erneut erstaunt. „Was, das gibt es?“ „Na klar“, sage ich, „Kinder, die in der Klinik aufgrund einer schweren erworbenen oder angeborenen Erkrankung, eines Unfalls oder anderer Ursachen behandelt werden und auskuriert sind, müssen irgendwann aus der Klinik entlassen werden. Auch wenn sie weiterhin beatmet sind. Sie wollen, wie jedes andere Kind, einfach nach Hause in ihre vertraute Umgebung.“ „Stimmt,“ sagt dann das nachdenkliche Gesicht, „darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.“

Und wieder einmal…
Ich steige aus meinem Auto, einem Dienstwagen mit Werbung für unser Unternehmen. Ambulante Kinderkrankenpflege steht darauf. Meinen kleinen Sohn habe ich gerade von der Tagesmama geholt. Eine ältere Frau kommt auf mich zu. „Sie passen wohl auf kleine Kinder auf?“, fragt sie und zeigt auf meinen Sohn, dann auf unser Werbeschild. „Nein,“ sage ich lächelnd. „Das ist mein Sohn. Aber ja, wir kümmern uns um sehr kranke Kinder.“

Ich bin auf einem Pflegekongress. „Was machen Sie denn beruflich?“, fragt mich ein Mann, der ebenfalls am Kongress teilnimmt. Auf meine Antwort folgt die gleiche Reaktion wie gewohnt. Ich erkläre ihm, was ambulante Kinderkrankenpflege ist. „Stimmt, habe ich irgendwie schon einmal gehört“, sagt er. „Aber berufspolitisch spielt die Kinderkrankenpflege keine große Rolle“, meint er, dreht sich um und geht.

Ein Blick auf die Zahlen
Ja, das ist korrekt, die Fakten sprechen für sich. Nur circa drei Prozent der 2,34 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Aber sind 66.000 pflegebedürftige Kinder und Jugendliche unwichtig? Ist deren gesicherte medizinische und pflegerische Versorgung durch Fachpersonal unwichtig? Reicht es aus, wenn sich Eltern, urplötzlich mitten in der Intensivpflege ihres Kindes befindend, allein um ihre Kinder kümmern? Die Reaktionen meiner Gegenüber vermitteln mir oft das Gefühl.

Wie muss es sich für Eltern anfühlen?
Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es ist, Eltern eines schwerkranken Kindes zu sein, dessen Leben möglicherweise von Beatmungsschläuchen abhängig ist? Oder wie es wäre, wenn man euch morgen einfach unvorbereitet auf eine Intensivstation verfrachten würde? Allein, ohne Ärzte und Pflegepersonal an eurer Seite? Ohne dass ihr jemals dafür ausgebildet wurdet? Könnt ihr euch vorstellen, wie viel physische und psychische Kraft dies betroffene Eltern täglich kosten mag? Ständig in der Angst, das eigene Kind jederzeit verlieren zu können. Das Horchen nach einem Piepen der Überwachungsgeräte – Tag und Nacht. Angst vor jeder lebensbedrohlichen Krise, die bis zum Eintreffen des Notarztes allein überbrückt werden muss. Zu Hause. Ohne Fachkenntnisse. Ohne jederzeit verfügbare Hilfe.

Es gibt Helfer
Diese Eltern wird es geben. Die nicht wissen, dass es da jemanden gibt, finanziert durch die Kranken- und Pflegeversicherung: die ambulante Kinderkrankenpflege. Diese Minderheit an Pflegefachkräften, höchst qualifiziert, die wie in der Klinik auf ihr Kind aufpasst, es vor lebensbedrohlichen Krisen bewahrt, fachlich versiert und rund um die Uhr. Pflegefachkräfte, die all die medizinischen und pflegerischen Aufgaben übernehmen können, sodass Eltern einfach nur Eltern sein dürfen. Die dem eigenen Kind und der ganzen Familie die großen Ängste ein Stück nehmen können.
Mein Gegenüber, die ältere Frau und der Mann vom Kongress – sie alle drei wären vielleicht genau die Eltern. Hätten sie sich nicht auch gewünscht, sich in professionellen Händen aufgehoben zu fühlen? Ein Stückchen mehr Lebensqualität für ihr Kind und für sich? Es aber nicht haben, da sie nicht wussten, dass es uns gibt.

Ein Blick in die Vergangenheit
Ich gebe es zu: Vor zehn Jahren war mir der Begriff ambulante Kinderkrankenpflege ebenfalls nicht geläufig. Heute bin ich froh, vor genau zehn Jahren diesen Weg als Alternative zum Klinikalltag gegangen zu sein. Warum? Weil ich neben meinem Wunsch, mit Kindern zu arbeiten, ihre Lebensqualität zu verbessern und mich fachlich weiterbilden zu können, hier vor allem Eines fand: Zeit für die kranken Kinder – Zeit für die Pflege. Mit flexiblen Arbeitszeiten im Schichtsystem. Mit viel Gestaltungsspielraum meiner Tätigkeiten und vielen Herausforderungen.

Mein Wunsch für die Zukunft
Ich hoffe, eines Tages nicht mehr mit fragenden Augen angeschaut zu werden, wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde. Dann hat man diese Kinder und sie – die ambulante Kinderkrankenpflege – nicht mehr vergessen, sondern ihre Wichtigkeit erkannt.

Christin Nimmrichter, Dipl. Pflegewirtin (FH) und Kinderkrankenschwester, ist seit zehn Jahren bei der Mobilen Ambulanten Pflegepartner GmbH & Co. KG tätig. Als Qualitätsmanagerin, Personalentwicklerin und Datenschutzbeauftragte strebt sie durch Vernetzung von grauer Theorie und bunter Pflegepraxis nach besten Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter.

Was ist Crowdfunding aus steuerlicher Sicht?

Kolumne von Thomas Adler

Was passiert rein rechtlich, wenn Geld an eine Crowdfunding-Plattform gegeben wird?
Die kurze Antwort: Es entsteht ein Kaufvertrag.

Wenn jemand über eine reward-based Crowdfunding-Plattform ein Projekt unterstützt, dann gehen die AGBs der meisten Plattformen davon aus, dass dies einen Kaufvertrag zwischen Geldgeber und Geldempfänger konstituiert, unabhängig davon, ob die Prämie materieller Natur wie CDs, Download eines Films oder Eintrittskarten oder aber immaterieller Natur wie Widmungen, Danksagungen, Nennung im Booklet oder eine Logopräsenz sind.

Bei Beträgen ohne Gegenleistung wird von Steuerrechtlern teilweise argumentiert, dass hier eine Schenkung oder Spende vorliegt. Ich persönlich bezweifle das aber. Eine Schenkung muss in der Regel unentgeltlich erfolgen. Unentgeltlich bedeutet nicht nur, dass die Schenkung nichts kosten darf, sondern auch, dass keine Gegenleistung erfolgen darf (§ 320ff BGB). Da aber für viele der Crowdfunding-Projekte Dankeschöns, Prämien und Gegenleistungen im Zuge der Geldzahlung erworben werden können, kann meines Erachtens nicht von einer Schenkung geredet werden.

Aber auch für einen Crowdfunding-Betrag ohne Gegenleistung ist der Begriff der Schenkung nicht angebracht. Man könnte leicht argumentieren, dass bei einem Crowdfunding-Projekt mit der Realisierung eines bestimmten Vorhabens geworben wird, insofern jeder gegebene Geldbetrag an das Versprechen geknüpft ist, bei erfolgreicher Finanzierung das beworbene Projekt auch umzusetzen. Selbst wenn also keine Gegenleistung verlangt wird, ist das gesamte Crowdfunding-Projekt eine Gegenleistung für den Geldgeber.

Kurzum: Ihr müsst Einnahmen aus Crowdfunding versteuern und natürlich auch Rechnungen ausstellen.

Thomas Adler ist Diplom-Kaufmann, Künstler-Coach und Existenzgründer-Berater in Berlin und hilft seit Jahren dem einen oder anderen Künstler aus der bürokratischen Patsche.

Foto: Niels Steeman / Unsplash

Das Fairphone als Worktool (im Selbstversuch)

Das ethische, dual-SIM-fähige, Android-basierte Mobiltelefon, bei dem die Ersatzeile selbst eingebaut werden können.

Selbst-Check

WORK IN PROCESS hat sich im Ersatzteilaustausch testen (müssen), denn nach einigen Stürzen hat zwar das fünf Inch große Gorilla Glass-Display gehalten, das Mikrofon aber leider nicht. Die Lieferung erfolgt in zwei bis drei Werktagen (Niederlande nach Berlin), bei Wunsch auch Express. Die Ersatzteile sind günstig und der Einbau erstaunlich und fast ein wenig zu einfach in der Handhabung. Anleitungen in Bild und Videoformat finden sich beispielsweise auf der Community-Plattform iFixit, aber auch diversen anderen. Die Funktionsprobe aufs Exempel wurde erfolgreich mit dem integrierten Wartungsprogramm Check-Up durchgeführt. Neben dem Mikrofon können weitere Bauteile einzeln auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet werden. Das sind Display, Sensoren und Lautsprecher.

Solide Technik mit Upgrade-Option

Verschiedene Test haben das Öko-Smartphone gut bis befriedigend eingestuft. Das Standardbetriebssystem ist Android 6.0.1.; für Technikversierte steht Ubuntu als Alternative zur Verfügung. Die Technik wird als solide eingestuft, Prädikat gehobene Mittelklasse.
Ein Kritikpunkt ist das Design des Fairphones 2, insbesondere die wuchtige Hülle. Der Name Bumper macht seinem Namen alle Ehre. Fairphone-Hüllen gibt es nicht frei im Handyhüllenshop des Vertrauens, sondern in der Slim-Variante im Onlineshop des Herstellers. Negativ im Vergleich zu den Smartphones der neueren Generation schneidet die standardmäßig eingebaute Fairphone 2-Kamera mit acht Megapixel ab. Es ist jedoch möglich, die Hauptkamera auf zwölf Megapixel und die Selfie-Kamera auf 5 Megapixel zu upgraden. Beide Kameramodule zusammen kosten 75 Euro (Stand 01/2018). Die alten Module und sogar alte Mobiltelefone nimmt Fairphone zurück. Diesen Recycling-Aspekt gab es bei Mobilfunkherstellern so noch nicht. Das allgemeine Fazit diverser Testseiten: ein stabiles Smartphone der gehobenen Mittelklasse mit dem besonderen Augenmerk auf Ethik und Ökologie.

Extra

Noch ein Extra, das den kritischen Smartphone-Käufer zunehmend interessiert: die Strahlungsintensität, gemessen mittels SAR-Wert. SAR steht für spezifische Absorptionsrate. Einfach ausgedrückt misst SAR die Erwärmung der Haut durch die Telefonnutzung. Die Maßeinheit ist Watt pro Kilogramm. Das Fairphone 2 hat laut Hersteller einen SAR-Wert von 0,288/ 0,426 w/kg. Im Vergleich dazu hat das IPhone 6 einen Wert zwischen 0,91 und 0,97. Die Oberwerte hat die WHO mit 2,0 W/kg empfohlen.

Ausdauer

Wir von WORK IN PROCESS können das Fairphone nach einem Jahr Nutzung noch immer positiv beurteilen. Die Android-Updates laufen problemlos. Das „fair“ in Fairphone wurde in Deutschland mit dem Blauen Engel zertifiziert und dem deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Dass der Akku schwächelt, ist ein schwacher Kritikpunkt, denn er lässt sich für 20 Euro austauschen. Die Speicherkapazität von 32 Gigabyte ist noch immer ausreichend, kann mittels Mini-SD-Karte um weitere 32 Gigabyte erweitert werden. Die System laufen stabil und bisher ist noch kein ungewünschtes Herunterfahren ausgelöst worden.

Mit 529 Euro ist es auf den ersten Blick nicht günstig. Bei einer Nutzungsdauer von mehr als zwei bis zu fünf Jahren lohnt sich das Umdenken und die eigene Ökobilanz verbessert sich auch. Das Fairphone bietet demjenigen eine Alternative, der ein technisches Mittelklasse-Smartphone mit nachhaltigen Understatement und DIY-Attitüde sucht.

Autor und Foto: Anja Graff

Fünf typische Fehler in der schriftlichen Bewerbung

Während sich der Prozess der Bewerbung immer mehr digitalisiert und es sowohl für Unternehmen als auch Bewerber einfacher wird, sich um vakante Stellen zu bemühen, bleibt der Kern der Bewerbungsunterlagen meist gleich. Auch wenn mittlerweile viele Personaler auf Bewerbungsschreiben verzichten und lediglich einen Lebenslauf von den Kandidaten sehen wollen, schleichen sich immer wieder schwerwiegende Fehler in die Unterlagen ein, die den Bewerber den schon sicher geglaubten Traumjob kosten können. Folgende 5 Fehler kommen immer wieder in Bewerbungen vor und sorgen in den allermeisten Fällen dafür, dass der Kandidat direkt aussortiert wird.

#1: Rechtschreib- und Grammatikfehler
Worst-case und absolutes Ausschlusskriterium Nummer 1 in den schriftlichen Bewerbungsunterlagen! Recruiter und potenzielle Chefs, die in einem so wichtigen Dokument, das zugleich immer auch eine Arbeitsprobe des Interessierten darstellt, Fehler finden, sind fast immer erbarmungslos. Wer sich um eine Stelle bewirbt, sollte deshalb unbedingt nicht nur auf sich selbst vertrauen, sondern ein zweites Paar Augen zur Kontrolle über die Unterlagen schauen lassen. Oft ist man bei eigenen Texten betriebsblind und überliest kleine Fehler – das ist vollkommen normal, darf aber trotzdem in einer Bewerbung nicht vorkommen. Also: Unbedingt die Bewerbung nochmal checken lassen, bevor man sie unwiderruflich abschickt.

#2: Die Unterlagen sind nicht an die Stelle angepasst
Natürlich hat jeder, der sich im Bewerbungsprozess befindet, eine Vorlage für die Erstellung der Bewerbung, damit es schneller geht und man nicht immer bei Null starten muss. Das ist auch vollkommen in Ordnung, schließlich ändert sich der eigene Werdegang nicht. Was sich allerdings bei jeder Bewerbung ändert, sind die Stelle und das Unternehmen, bei dem man sich bewirbt! Aus diesem Grund sollte man die gesamten Unterlagen, sowohl Anschreiben als auch Lebenslauf, unbedingt auf den ausgeschriebenen Job anpassen, um den man sich bewirbt. Erfahrene Recruiter bekommen oftmals dutzende Bewerbungen tagtäglich auf den (virtuellen) Schreibtisch und erkennen innerhalb von Sekunden, ob der Kandidat eine Standardbewerbung nutzt, die er so auch leicht abgeändert an andere Unternehmen geschickt hat, oder ob sich der Bewerber wirklich Mühe gegeben, informiert und mit Unternehmen und Stelle beschäftigt hat – denn darauf kommt es vielen Personalern neben der Qualifikation auch an.
Und was ebenfalls gerne vergessen wird und peinlich werden kann: Zur Anpassung der Unterlagen gehört selbstverständlich auch, dass das Datum in Anschreiben und Lebenslauf aktuell sein muss. Also nicht mit einer Bewerbung von vor 2 Jahren blamieren!

#3: Die Optik passt nicht
Auch wenn es bei der Bewerbung natürlich vor allem auf den Inhalt ankommt, kommt im Namen Bewerbung immer auch Werbung vor, die man für sich selbst macht. Und da das Auge auch dabei mit isst, sollte man darauf achten, auch optisch eine gute Figur zu machen. Im Gegenteil kann nämlich eine optisch langweilige oder gar unpassende Bewerbung auf jeden Fall ein Ausschlusskriterium sein. Für ein passendes Layout gibt es online eine Menge Vorlagen und Beispiele, die man ohne Probleme nutzen kann. Allerdings sollte man nicht das erstbeste Design nutzen, da man davon ausgehen kann, dass man damit dann nicht alleine sein wird – und jeder möchte natürlich mit der Bewerbung alleine hervorstechen und nicht einer unter vielen mit demselben Layout sein.
Damit auch die Optik passt, sollte man sich an einige kleine Vorgaben halten: Die Farben des Layouts sollten eher klassisch und nicht zu grell sein. Manche Bewerber wollen dadurch hervorstechen, indem sie die Unterlagen im Corporate Design des Unternehmens schicken – doch auch das kommt nicht immer gut an. Ein klassisches Design in gedeckten Farben, die zum Bewerbungsfoto passen und den Inhalt nicht überlagern, ist die beste Wahl. Wer grafisch geschickt ist, kann natürlich ein eigenes Design entwerfen und beispielsweise einzelne Punkte im Lebenslauf durch kleinere Grafiken oder Skalen unterstützen. Dies ist aber natürlich kein Muss.

#4: Die Bewerbung ist unvollständig
Bewerbungen, bei denen bestimmte Dokumente oder Angaben fehlen, landen bei Personalern gnadenlos im Papierkorb. Schließlich möchte man sich mit den Bewerbern befassen, die offenbar die Ausschreibung mit den Vorgaben auch tatsächlich gelesen haben. Wenn also im Stelleninserat ein Anschreiben gefordert wird, sollte man als Interessent dieses auch mitsenden. Ebenso verhält es sich mit Angaben zum Einstiegstermin und möglichen Gehaltsvorstellungen. Manche Bewerber, die sich dabei unsicher sind oder dies auch bewusst im Vorstellungsgespräch klären wollen und deshalb dazu nichts im Anschreiben vermerken, riskieren dabei die Einladung zum persönlichen Kennenlernen zu verlieren. Denn auch dann werden die Unterlagen als unvollständig eingestuft.
Generell gilt, dass man immer die Dokumente und Angaben mitsenden sollte, die in der Stellenausschreibung verlangt werden. Ist keine Angabe vorhanden, ist eine klassische Bewerbung aus Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Anlagen in Form von (Arbeits-) Zeugnissen die beste Wahl.

#5: Die Kontaktdaten sind nicht aktuell
Ein extrem unangenehmer Fall, der gar nicht so selten vorkommt: Die Bewerbung war tatsächlich erfolgreich, der Kandidat überzeugt und soll zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden – doch die Kontaktdaten in der Bewerbung sind nicht mehr aktuell oder fehlen sogar ganz. Das ist extrem ärgerlich! Zwar gibt es meist noch andere Wege, wie man mit dem Bewerber in Kontakt treten und doch einen Termin für ein persönliches Gespräch ausmachen kann, doch der erste gute Eindruck ist erstmal dahin. Man sollte also unbedingt nochmal E-Mail-Adresse, Telefonnummer und postalische Adresse auf Aktualität prüfen. Schließlich ändern sich solche Daten schnell.

Christian Scherer, studierter Soziologe, Politikwissenschaftler und Medien- und Kommunikationswissenschaftler, ist Marketing-Manager bei richtiggutbewerben.de, einem Online-Bewerbungsservice. Er ist nicht nur geborener Onliner, sondern auch Experte für digitale Bewerbungsverfahren.

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