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Wieviel Lebenszeit verbringen wir mit dem Arbeiten?

Arbeit ist das halbe Leben – so oder so ähnlich fühlt es sich zumindest für die Meisten an. Doch schauen wir uns einmal die Fakten an. Das American Bureau of Labor Statistics hat herausgefunden, dass wir mit immerhin 8.000 Tagen die meiste Zeit unseren Erwachsenenlebens schlafend verbringen. Auf Platz zwei der stundenintensivsten Beschäftigungen steht mit 4.300 Tagen das Entspannen, Gespräche und andere Freizeitbeschäftigungen. Das zusammen macht schon mehr als die Hälfte unseres Lebens aus – und das ist doch mit recht schönen Dingen gefüllt, oder? Erst dann ist die Rede von Arbeit: Als Erwachsener verbringen wir 3.716 Tage mit dem Arbeiten. Das sind 16 Prozent unserer Zeit. Wenn man mal genau rechnet, scheint das auch ganz logisch: Ein Acht-Stunden-Job lässt uns immerhin noch 16 Stunden Zeit für andere Dinge.
Diese Statistik betrachtet US-Amerikaner, für Deutschland hat das Magazin P.M. mal nachgerechnet. Demnach kommen wir, ausgehend von 80 Lebensjahren, auf 8 Jahre Arbeit. Verglichen mit 24 Jahren und 4 Monaten Schlaf und 12 Jahren fernsehen nur ein Klacks.

Die Statistik-Falle
Trotzdem: Das sind rein statistische Zahlen und deren Auswertung eher spielerischer Natur, denn erstens hat das mit subjektiver Wahrnehmung wenig zu tun und zweitens kann man sich die Zahlen auch anders legen: Rechnen wir den Schlaf als nicht produktive Zeit einmal heraus und nehmen wir Hausarbeit, Einkaufen, Arbeitswege und andere lebenserhaltende Aktivitäten hinzu, steht es um unsere Work-Life-Balance nicht mehr ganz so gut.

Warum überhaupt nachrechnen?
Stellen wir uns doch also lieber die Frage, warum wir uns überhaupt diese Frage stellen, wie viel Lebenszeit wir mit dem Arbeiten verbringen? Rechnen wir jeden Tag nach, wie viele Stunden Lebenszeit uns verloren gehen? Sehnen wir den Feierabend entgegen? Überlegen wir im schlimmsten Falle schon, wann wir endlich in Rente gehen können? Oder freuen wir uns, mit unserer Arbeit etwas Sinnvolles tun zu können, was uns begeistert und glücklich stimmt? Falls das bei dir nicht der Fall ist, lass dich gern von unseren Portraitpartnern und Blogartikeln inspirieren, einen neuen Arbeitsweg einzuschlagen. Denn dann ist es höchste Zeit dafür.

Autor: Katrin Haase
Foto: Marten Bjork / Unsplash

Lesetipps:
ZEIT ONLINE
P.M. Magazin
Flowingdata
Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamts

Mitarbeiter gesucht? Recruiting-Tipps

Sucht eine Firma neue Mitarbeiter, ist immernoch die klassische Stellenanzeige der meistbenutzte und effektivste Weg. Dabei ist weniger relevant, ob die Stellenanzeige online oder offline geschalten wird, beide Wege führen zu guten Ergebnissen: Eine Studie von Index aus Berlin besagt, dass zwei Drittel der Print-Inserate und mehr als die Hälfte der Online-Inserate zu Einstellungen führten. Sicherlich ist es sinnvoll, beide Wege zu gehen, um alle potenziellen Kandidaten dort abzuholen, wo sie gerade sind.

So formuliert ihr die Stellenanzeige

Doch was genau muss eine Stellenanzeige enthalten, damit sie für viele Kandidaten attraktiv erscheint? Da unterscheiden sich laut Studien die Interessen von Männer und Frauen: Männer konzentrieren sich angeblich eher auf das Unternehmensprofil, während Frauen zusätzlich Wert auf Angaben zur Unternehmenskultur, zu Arbeitszeiten, Qualifikationsmöglichkeiten und Anforderungen legen. Da das Ziel ist, so viele geeignete Kandidaten wie möglich zu finden, ist es also ratsam, beide Interessen zu bedienen:

1) Ein interessantes Unternehmensprofil

Die Arbeit beginnt also schon viel eher: Arbeitet an eurem Employer Branding, also am guten Image des Unternehmens und versucht, die positiven Merkmale der Firma herauszuarbeiten und die, die negativ bewertet werden könnten, positiv zu formulieren (nicht: viele Dienstreisen, sondern: abwechslungsreiches Aufgabenspektrum). Ein wettbewerbsfähiger Arbeitgeber macht Angaben zur Geschichte des Unternehmens, zu gemeinsamen Werten und Vision, angebotenen Leistungen, den Nutzen für den Kunden, zu besonderen Kompetenzen und zum Unternehmensauftritt. Dabei ist es natürlich besonders wichtig, eine moderne, informative Website und gut geführte Social Media Kanäle zu pflegen. Nicht zu unterschätzen sind auch Bewertungportale wie kununu.com, meinchef.de, meinpraktikum.de, bizzwatch.de oder jobvoting.de, auf denen sich viele Bewerber über euer Unternehmen schlau machen. Beachtet also unbedingt die dort gelisteten Kriterien.

2) Unternehmenskultur, Anforderungen, Arbeitszeiten

Doch nicht nur das Image ist wichtig, sondern auch die Fakten, die ihr am besten gleich offen in der Stellenausschreibung kommuniziert. Denn weder ihr seid glücklich mit einem unpassenden Kandidaten und verlorener Zeit beim Bewerbungsgespräch, noch die Bewerber, die mit Zeit und Mühe eine Bewerbung formuliert haben, um schließlich zu erfahren, dass der Job gar nicht zu ihnen passt. Bitte macht also so viele Angaben wie möglich zu Themen wie Anforderungen, Aufstiegschancen, Teamarbeit, Arbeitsprozesse, Gehalt, Unternehmenskultur, Arbeitszeiten, Urlaubstage und extra Leistungen, die euer Unternehmen von anderen unterscheidet. Oftmals stößt potenziellen Bewerbern das Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Leistungen auf – nach dem Motto: Dreisprachiger Allrounder und Teamworker, der zwei Studien und zehn Jahre Arbeitserfahrung hat, trifft auf ein nettes Team und flexible Arbeitszeiten.

Kurz gesagt
Streut eure Stellenausschreibung also auf so vielen Kanälen wie möglich, verkauft euer Unternehmen dabei so gut wie möglich, macht aber auch genaue Angaben, damit sich nur die passenden Kandidaten bei euch bewerben.

Andere Wege: Active Sourcing und Social Recruiting

Neben der klassischen Stellenanzeige haben sich weitere Wege herausgebildet, um passende Mitarbeiter zu finden. Zum einen das Active Sourcing, bei dem der Kandidat selbst ein Profil erstellt und sich die Firmen mit einer passenden Stelle beim potenziellen Mitarbeiter melden. Nicht der Bewerber findet das Unternehmen, sondern andersherum. Portale hierfür sind zum Beispiel Berufsnetzwerke wie Xing und LinkedIn, aber auch Social Media Kanäle wie Twitter oder Facebook und Lebenslaufdatenbanken wie Absolventa, Monster und CareerBuilder. Hierbei ging der erste Schritt vom Bewerber aus, indem er ein solches Profil überhaupt erst angelegt hat. Vom Social Recruiting ist die Rede, wenn die Unternehmen sich nach Kandidaten in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter oder Snapchat umschauen und sie dort direkt anschreiben oder zielgruppengerecht Werbung für ihre Stelle oder Firma schalten. Dadurch werden mehr Kandidaten erreicht, die Employer Brand wird bekannter und die Firma sucht zielgruppenspezifischer. Noch ist diese Art der Suche in den Kinderschuhen, spielt aber eine kontinuierlich wachsende Rolle.

Text: Katrin Haase
Foto: rawpixel / Unsplash

Gehaltsverhandlung – so kann es gelingen

Verhandlungen sind vielen Arbeitnehmern ein Graus. Vielen fällt es oftmals schwer, in eigener Sache Forderungen und Ansprüche zu stellen. Das jedoch ist absolut notwendig, um am Ende mehr Gehalt auf seinem Konto zu haben, denn selten kommt die Gehaltserhöhung von selbst. Im Gegenteil: wer nicht wagt, der nicht gewinnt, heißt es doch so schön in einem Sprichwort. Worauf kommt es also an? Wir haben einige wichtige Fakten für euch gesammelt, mit denen die nächste Gehaltsverhandlung ein voller Erfolg wird.

Die Vorbereitung
Es gibt nicht die eine Strategie, die sich bei einer Verhandlung anwenden lässt. Einige Dinge sollten aber unbedingt durchdacht und vorbereitet werden, bevor man sich in das Gespräch begibt. Zum einen ist es wichtig, mit wem man es in der Verhandlung zu tun hat. Wie ist der Charakter meines Vorgesetzten? Worauf legt er Wert und welche Fähigkeiten und Skills schätzt er, welche Werte sind ihm wichtig? Basierend auf diesen Informationen lässt sich das Gespäch schon einmal ganz anders aufbauen.
In jedem Fall ist es gut, die Verhandlung mit einer anderen Person einmal zuvor durchzuspielen, bevor es in den Ring des eigentlichen Gesprächs geht. So gewinnt man rhetorisch mehr Selbstsicherheit und kann verschiedene Szenarien und Argumentationsketten durchspielen.
Ein anderer wichtiger Faktor ist die Dokumentation der eigenen Leistung. Dazu zählt schriftliches Feedback, Statistiken, Fakten und weitere Dokumente, die die Leistung bestätigen und eine Grundlage für weitere Forderungen nach einem höheren Gehalt begründen. Wer sich nicht sicher ist, ob seine Gehaltsforderungen zu hoch sind, kann sich an Studien, wie zum Beispiel dem Gehaltsreport von Stepstone oder vom Statistischen Bundesamt orientieren.

Die richtige Rhetorik
Ein guter Einstieg in das Gespräch ist mitunter die Grundlage für einen positiven Verlauf der Verhandlung. Wer mit der Tür gleich ins Haus fällt, ist nicht nur unhöflich, sondern auch taktlos und fällt unangenehm auf. Ein kurzer Plausch in angenehmer Gesprächsatmosphäre bricht das Eis und ebnet den Weg in das weitere Gespräch.
Kommt es zum eigentlichen Thema, gilt es die Forderungen klar und deutlich zu formulieren und das dann auch zu begründen. Ganz nach der Devise: Argumente sind gut, Forderungen besser. Gut ist es immer, etwas höher anzusetzen, da in der Regel die Forderung des Arbeitnehmers heruntergehandelt wird. Setzt man höher an, verliert man in der Regel weniger Prozente des angestrebten Gehalts. Bevor die Gehaltsforderung formuliert wird, ist es zu empfehlen, einige Gründe zu nennen, warum mehr Gehalt angestrebt wird. Das kann ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt sein, die erfolgreiche Akquise neuer Kunden, mehr Verantwortung und die Aneignung neuer Fachkenntnisse oder die Einarbeitung neuer Mitarbeiter.

Selbst-Marketing ist erlaubt
Sich seines Wertes bewusst zu sein, hat noch niemandem geschadet. Eher im Gegenteil. Nicht nur für das eigene Selbstwertgefühl, sondern auch im Unternehmen ist dieser Faktor ein wichtiger Parameter, um wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Um das auch messbar zu machen, ist es empfehlenswert, Feedback-Gespräche mit dem Vorgesetzten zu vereinbaren und diese über die eigenen Erfolge und positive Ergebnisse in Kenntnis zu setzen. Auch positive Resonanz von Partnern und Kunden können weitergeleitet werden, um den eigenen Erfolg zu dokumentieren.

Je krummer die Zahl, desto besser
Es hört sich ein wenig seltsam an, aber wer seine Gehaltsforderungen möglichst präzise formuliert und die Gehaltsverhandlung eröffnet, ist deutlich erfolgreicher als jemand, der eine runde Zahl angibt. Das zumindest besagt eine Studie, in der nachgewiesen wurde, dass eine genaue Forderung suggeriert, dass man sich vorab vorbereitet hat. Ein weiterer interessanter Punkt der Untersuchung ist auch, dass die Personen erfolgreicher waren, die einen nicht zu günstigen Wert angegeben haben.

Fazit
Wer sich gut vorbereitet und vorab schon eine genaue Vorstellung hat, von dem, was angestrebt wird, der hat am Ende größere Chancen mit einem positiven Ergebnis aus der Verhandlung zu gehen. Eine gute Selbsteinschätzung kann hier von Vorteil sein, aber vor allem sollte man den Wert seiner Arbeit kennen und einfordern können, denn gearbeitet wird nun einmal nicht umsonst. Warum auch!

Tipps zum Lesen: http://www.sueddeutsche.de/thema/Gehaltsverhandlung
https://karrierebibel.de/gehaltsverhandlung/

Autor: Elsa Loy
Foto: rawpixel / Unsplash

Assistenz Berliner Philharmoniker Recordings (w/m)

Die Berlin Phil Media GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Berliner Philharmoniker, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Assistenz (w/m) in Vollzeit für ihr Label Berliner Philharmoniker Recordings.
Berliner Philharmoniker Recordings ist das 2014 gegründete Eigenlabel der Berliner Philharmoniker. Mit einem Fokus auf die großen Zyklen der Orchestermusik werden aufwändige audiovisuelle Produkte hergestellt, die über die übliche Präsentation von Musik weit hinausgehen. Beim Angebot von digitalen Produkten steht ebenfalls höchste Qualität im Vordergrund. Sämtliche Prozesse wie Herstellung, Vertrieb und Logistik werden weitestgehend im eigenen Hause koordiniert – Kernaufgabe der Assistenz ist es, diese Prozesse zu koordinieren und voranzutreiben.
Unsere Ausschreibung richtet sich daher an organisatorisch, kommunikativ wie administrativ starke, außergewöhnlich gut strukturiert und eigenverantwortlich arbeitende Bewerber/innen – idealerweise mit ersten Erfahrungen bei einem Label. Sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift sowie Interesse an klassischer Musik werden vorausgesetzt.

Ihre Aufgabenbereiche:

• Assistenz und eigenverantwortliches Management des operativen Tagesgeschäfts unseres Labels „Berliner Philharmoniker Recordings“
• Assistenz Produktmanagement, d.h.
• Koordination Booklet-Redaktion, Korrekturläufe, Grafiker
• Koordination von Presswerken, Druckereien, Studios
• Koordination DVD/Blu-ray Premastering
• Redaktion und Pflege des Online-Shops
• Koordination der Erstellung unserer Marketingmaterialien (Video-Trailer, Vertriebsunterlagen, Drucksachen, Press-Kit und ähnliches)
• Qualitätsmanagement, Optimierung von Prozessen und Methoden
• Administration (GEMA Meldungen, Metadaten- und Systempflege)
• Koordination der Warenströme (B2C und B2B) in enger Zusammenarbeit mit Logistikunternehmen
• Bearbeitung Kundenanfragen B2C und B2B

Unser Angebot:
• Ein sehr kollegiales, kleines und effizientes Team
• Hohe Eigenverantwortung ab dem ersten Tag
• Gute und erfolgsorientierte Konditionen
• Flexible Arbeitszeiten

Sie sind interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf, einem Motivationsschreiben sowie Ausbildungs- und Arbeitszeugnissen als Anhang in einem PDF-File zum 03. Juni 2018 per E-Mail an Frau Rosner p.rosner@berliner-philharmoniker.de

Das HQ – Software für Agenturen

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Was macht eigentlich eine Agentur? Sie bietet eine Dienstleistung an, zum Beispiel Marketing, Pressearbeit oder Grafikerstellung. Dafür versammelt die Agentur ein Team von Spezialisten, die genau das verdammt gut können, und hält die Fäden der einzelnen Akteure zusammen. Da gilt es, den Überblick zu behalten: Vom ersten Kundengespräch mit Brainstorming und Ideenfindung über die Angebotserstellung und Projektplanung samt Adressdatenbank, Zeitplänen und Feedbackrunden bis hin zum finalen Produkt gibt es einige Fallstricke, die es zu vermeiden gilt. Das A und O ist es, nachvollziehbar zu kommunizieren, Daten zu pflegen, Termine einzuhalten und stets den Überblick über alle Schritte zu behalten. Ohne eine saubere Planung ist am Ende kaum nachvollziehbar, ob ein Projekt erfolgreich war. Was hilft? Eine Agentursoftware. Eine von ihnen wollen wir euch heute vorstellen.

Das HQ – Vom Angebot über Projektmanagement und Rechnungen bis zum Controlling
Die HQLabs GmbH aus Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Wust an Akteuren, Plänen, Daten und Zielen übersichtlicher zu gestalten und hat 2012 das HQ auf den Markt gebracht. Eine Software, die sowohl kleinen Agenturen mit einer Handvoll Mitarbeitern, als auch Agentur-Riesen mit bis zu 500 Personen Werkzeuge für das Projektmanagement an die Hand gibt. Je nach Nutzeranzahl und Umfang variiert der Preis, angefangen bei 47 Euro pro Monat. Die Demoversion ist zwei Wochen lang kostenlos.

Überblick behalten
Das Dashbord, also die Arbeitsoberfläche, zeigt auf einen Blick meine Projekte und Aufgaben, die ich angelegt habe. Zum Beispiel das Projekt „Werbefilm für Kräuterlimonade“. Dazu gehören die Aufgaben Projektmeeting, Konzeption, Filmdreh, Schnitt und Abnahme. Jeder Aufgabe kann ich dabei eine vorgesehene Zeit und Personen zuordnen.
Die linke Leiste zeigt mir, wo ich mich gerade befinde und lässt mich zu Reportings, Aufgaben, Projekten, Unternehmen, Leads und Dateien navigieren. Ich kann meine Umsätze planen, Kontaktadressen pflegen, Angebote schreiben, Belege wie z.B. Rechnungen managen, Dokumente ablegen und teilen – um nur einiges zu nennen. Kurz: Alles, was der Agentur-Alltag mit sich bringt, wird hier an einem Ort gebündelt.
Angenehm finde ich dabei, dass jederzeit ein direkter Kontakt zu HQLabs möglich ist – sogar per Chat. Zudem kann die Oberfläche den eigenen Ansprüchen angepasst werden, damit ich nicht vor lauter Tools und Features den Überblick verliere, sondern nur das bekomme, was ich in meiner Agentur wirklich brauche.

Einen typischen Tag in einer Agentur und wie das HQ dabei eingesetzt werden kann, könnt ihr hier am Beispiel von PowMeow nachlesen.

Text: Katrin Haase

Instragram-Posts vorbereiten und später posten – so geht’s

Heute sind wir alle auf zahlreichen Kanälen zu finden, das gilt zumindest für moderne Unternehmen, aber auch für viele Privatpersonen. So kommunizieren auch wir von WORK IN PROCESS neben unserem Online-Magazin auf Facebook, Twitter, Instagram, Google Plus, Xing und LinkedIn. Das heißt also für uns, sich neben dem eigentlichen Onlinestellen der Artikel auch circa eine Stunde Zeit für Social Media zu nehmen, um eben all diese Kanäle zu bespielen. Da hilft es, einige Tricks zu kennen, um sich die Arbeit angenehmer zu gestalten. Heute verrate ich dir, wie du Instagram-Posts vorbereitest und später veröffentlichst. So kannst du den Post in Ruhe auswählen und beschriften, wann immer es dir passt, und ihn dann in Sekundenschnelle veröffentlichen, wenn es soweit ist.

So bereitest du Instagram-Posts vor

Öffne Instagram auf deinem Handy und gehe vor wie immer, wenn du etwas veröffentlichen möchtest: Wähle ein Bild aus, klicke auf weiter, verschönere es mit einem Filter, klicke auf weiter, schreibe dazu einen Text mit passenden Hashtags und füge Orts- und Personeninformationen hinzu. Jetzt kommt´s: Klicke NICHT auf Teilen, sondern links oben zwei mal auf den Pfeil zurück. Dann fragt dich Instagram automatisch, ob du den Entwurf speichern möchtest, klicke also auf Entwurf speichern.

Dieses Feld ploppt auf, wenn zu zweimal den Pfeil zurück betätigst
Dieses Feld ploppt auf, wenn zu zweimal den Pfeil zurück betätigst

So findest du deine gespeicherten Entwürfe

Und wie findest du diesen Entwurf dann wieder? Öffne dein Instagram auf dem Handy, gehe auf das Plus zum Veröffentlichen neuer Bilder und scrolle in deiner Galerie, die dir unten angezeigt wird, nach oben. Dort findest du deine Entwürfe. Klicke einen an, gehe auf Weiter und am Ende auf Teilen. Und schon geht dein in Ruhe vorbereiteter Post ins Instagram-Universum und es regnet die ersten Likes.

Hilfe, wo ist mein Entwurf hin? Einfach in der Galerie nach oben scrollen, da ist er.
Hilfe, wo ist mein Entwurf hin? Einfach in der Galerie nach oben scrollen, da ist er.

Wenn ihr noch Fragen oder andere Tipps habt, schreibt uns gern unten einen Kommentar.

Eure Katrin

Meditation: eine Investition ins eigene Köpfchen

Kolumne von Lisa Ringen

Digitalisierung und Beschleunigung gehen Hand in Hand. Eigentlich gehen sie nicht, sie rennen. Mit multiplen Projekten, Kunden und sogar Arbeitgebern zu jonglieren ist für immer mehr Menschen längst Büroalltag. So auch für mich.

Dem Wunsch nach Balance und Entschleunigung nachgehend, habe ich vor einigen Monaten etwas ausprobiert, das mein Leben und Arbeiten umgehend positiv beeinflusste. Seitdem will und muss ich mich unaufgefordert mit den unterschiedlichsten Menschen über dieses Thema austauschen. Die Erfahrung, die ich im letzten Herbst machen durfte, begeistert mich nach wie vor und ich möchte sie teilen. Ich berichte dabei von einem Aha-Moment, den ich meist wie folgt beschreibe: „Es ist für mich so, als hätte ich im Buch des Lebens, von dem man ja weiß, dass man immer mal wieder ein Kapitel beendet und das nächste beginnt, plötzlich etwas komplett Neues und Unerwartetes entdeckt. Auf einmal stelle ich fest: Das Buch ist in 3-D und hat versteckte Seiten und geheime Einschübe!“

Die Rede ist von Meditation.

Es braucht nicht viel. Tatsächlich so wenig, dass mich einige Menschen gefragt haben, warum ich für so etwas Simples überhaupt Geld in die Hand genommen habe. Meditieren lernen, in meinem Fall im Rahmen eines kostenpflichtigen Einführungskurses, ist meine ganz persönliche Investition, die ich für die bisher beste meines Lebens halte.

Fünfzehn Minuten zwei Mal täglich, in denen der Kopf herunterfahren darf. Meine Augen sind geschlossen, ich atme ruhig und flach. Dann beginne ich, ohne zu sprechen mein Mantra zu wiederholen. Leicht und gelöst, ohne mich darauf zu konzentrieren. Einfach so, wie es gerade kommt. Und das, was dann passiert – oder eben nicht passiert – ist jedes Mal anders. Auch das gehört dazu und ist spannend. Doch spannend ist das Ganze immer erst hinterher, denn eigentlich geht es bei Meditation um geistige Entspannung.

Gelassener und effizienter: In den Flow durch Meditation

Auf längeren Reisen hatte ich meine innere Ruhe und einen perfekten Fluss gefunden. Egal, was um mich herum passierte, ich war genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Alles floss und ich war mittendrin. Dieser Fluss oder Flow beschreibt für mich einen himmlischen, erstrebenswerten Zustand im absoluten Einklang. Und diesen Flow hatte ich zumindest immer so lange, bis mich nach ein paar Wochen in Deutschland der Alltagsstress mitriss und vereinnahmte. Gedanklich beschäftigte ich mich meist weit vor und nach der Arbeit mit dem, was ich über den Tag und die nächsten Wochen im Job auf dem Zettel hatte und plante die Dinge, die ich noch zu erledige hatte. Dabei ging ich oft verschiedene mögliche Szenarien durch, untersuchte alle denkbaren Outcomes auf ihre mutmaßlichen Konsequenzen. Ich verbrannte zu viel Energie. Und, viel schlimmer noch, ich war dabei, eine für mich wichtige Trennlinie zu verwischen: Die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem. Gedanken rund um die Arbeit hatte sich als Untermieter eingenistet und übernahmen nun, positiv wie negativ, sehr viel – zu viel – Raum im Privatleben ein. Mir war bewusst, dass dem so war, doch irgendwie fühlte ich mich von meinem eigenen Kopf mitgerissen und unfähig, ihn konsequent zum Rasten zu bringen. Als mein Partner uns dann im September gemeinsam bei einem Meditations-Infovortrag anmeldete, war ich dankbar, und wusste instinktiv, dass ich endlich und unbedingt Meditieren lernen musste.

Auf die Einführungszeremonie, bei der wir in jeweils einer Einzelsitzung unsere geheimen Mantras erhielten, folgten zwei gemeinsame Sitzungen mit jeweils zwei Stunden Meditation und Gesprächen. Unser Meditationslehrer, ein spitzbübischer, drahtiger 70-Jähriger, erklärte uns, dass es bei Meditation und Transzendieren (lateinisch: Übersteigen) um Grenzenlosigkeit geht. Dieses Konzept kann nicht verstanden, sondern nur gefühlt werden, am besten, indem man es selbst erlebt. Jede Meditation ist anders. Es gibt kein falsch, solange man sich immer wieder an die Grundlagen der Meditation erinnern (gelöst und entspannt anstatt verkrampft das Mantra denken, den Körper zur Ruhe kommen lassen und frei von Erwartungshaltungen beginnen, während des Meditierens nichts verurteilen, wenn Gedanken kommen, immer wieder aufs Mantra besinnen).

Wie bei einem Computer startet durch regelmäßige Meditation im Gehirn eine Defragmentierung, die über die Zeit des eigentlichen Meditierens hinausgeht: Der Geist verdichtet sich nachhaltig, während der Verstand still wird. Jetzt ist die Zeit der körpereigenen Selbstheilungskräfte gekommen. Sie nutzen die Gelegenheit, Wartungsarbeiten zu erledigen und alles einmal gründlich zu reinigen.

Manchmal fühlt es sich für mich so an, als würden durch die Meditation Updates installiert, die mich im Laufe der nächsten Stunden oder Tage dabei unterstützen, ruhiger, klarer und entschlossener zu handeln. Ich entscheide besser und lerne neue Möglichkeiten kennen, mit meinem Körper zu arbeiten, anstatt mich gedanklich zu zerfleischen. Und ich bin nicht alleine. Dass es Meditation längst aus der Eso-Ecke ins Rampenlicht geschafft hat, bezeugen hochdotierte Management-Seminare, bei denen Top-Manager lernen, mithilfe von Meditationstechniken Stress abzubauen und effizienter unter Druck zu arbeiten. Sie sind keine Buddhisten oder Anhänger fernöstlicher Rituale. Sie tun es, weil Meditation für sie funktioniert. Jeder Mensch, egal welchen Alters oder Bildungsgrads, kann ortsunabhängig und ohne Hilfsmittel meditieren. Es gibt unterschiedlichste Meditationstechniken, der Zugang ist einfach; unterm Strich entfalten alle eine nachweißlich positive Wirkung sowohl für einen selbst als auch das Umfeld. Das Allerbeste: wenn einmal verinnerlicht, dann ist Meditation komplett kostenfrei.

Schwierig finde ich es zwar immer noch, komplett frei von Urteilen und Bewertungen zu meditieren, aber auch das klappt immer besser. Ich gewöhne mich daran, dass ich meine Meditation idealerweise gar nicht versuche, zu beeinflussen. Wenn Gedanken kommen, dann versuche ich sie so schnell wie möglich durch die Wiederholung des Mantras zu verdrängen, anstatt sie wie einen zugeworfenen Ball aufzunehmen. Dann lasse ich diese Gedanken in Frieden weiterziehen, ohne sie oder mich selbst zu bewerten. Hiermit tue ich mich noch schwer, doch auch das fügt sich. Mittlerweile ist es kein Beinbruch mehr, wenn ich es nach einem langen Tag einmal nicht schaffe, vom Einschlafen zu meditieren, und stattdessen auf der Couch versacke. Auf die Meditation am nächsten Morgen freue ich mich dafür umso mehr, denn ich merke, wie sehr es mir mein Geist dankt.

Das Jahrhundert des Gehirns – Investitionen in die Zukunft

Als komplexestes und wertvollstes Organ wird der menschliche Kopf im „Jahrhundert des Gehirns“ immer wichtiger. Da wir ihn (noch) nicht auswechseln oder gegen ein neueres, leistungsstärkeres Model tauschen können, müssen wir mit dem Eumel da zwischen den Schultern arbeiten, den wir zur Verfügung haben. Gehört man zur US-Tech-Elite, dann investiert man heutzutage in Start-ups, die sich damit beschäftigen, unsere Gehirne technologie-unterstützt schneller und produktiver zu machen. Dies ist eine Investition in menschliche Maximalbeschleunigung, was vordergründig zu den Anforderungen passt, die mit der Digitalisierung einhergehen.

Elon Musk und seine Firma Neuralink haben die Vision, datenleitfähige Substanzen über das menschliche Gehirn zu legen und damit Geist und Maschine verschmelzen zu lassen. Der Unternehmer möchte die Science-Fiction-Vision schlechthin in die Tat umsetzen, und Hirn-Computer-Schnittstellen entwickeln – und damit die Grenzen der Selbstoptimierungsmöglichkeiten und Risiken der ungewollten Einflussnahme gravierend verschieben.

Mit der „Verdrahtung“ der eigenen Gedanken mit einem Computer mag ich mich nicht so recht anfreunden. Umso besser, dass ich seit sechs Monaten am eigenen Leib erlebe, dass es einen viel einfacheren und kostengünstigeren Weg gibt, das Brain zu pimpen.

Ich habe meine Investition bereits getätigt und lege etwas Ähnliches jeder Person nahe, die ich treffe. Mehr oder weniger regelmäßig investiere ich jetzt Zeit in das Abtauchen in die gedanklichen Stille und genieße den Effekt, den es auf mich hat. Nicht immer gelingt mir das Transzendieren, der Zustand von No-Mind und absolutem Sein. Das ist in Ordnung. Transzendenz kann – große Überraschung – nicht erzwungen oder herbeigewünscht werden. Damit muss ich klarkommen. Ich kann es nicht kontrollieren. Der menschliche Körper ist eben kein Computer, sondern etwas viel Umfangreicheres. Ich brauche nicht auf die Entwicklungen aus Silicon Valley warten, ich setze auf meine körpereigenen Kräfte, die ich immer besser kennen und entwickeln will. Je mehr ich mich damit auseinandersetze, desto besser wird es.

Meditation ist optimale Geistespflege für jeden Menschen, der Ruhe, Fokus und Ausgeglichenheit verinnerlichen möchte.

Neue Arbeitswelt – neue Arbeitsorte: Das Zeitcafé

Der Arbeitsort gewinnt zunehmend an Bedeutung in der heutigen Arbeitswelt und ihrem Wandel. Der Anteil derer „ohne festen Arbeitsplatz“ nimmt zu. Zuhause arbeiten, sei es im Home Office oder auf dem heimischen Sofa an der Selbstständigkeit bastelnd, ist nicht immer der passende Rahmen. Aber quo vadis, wenn man flexibel konzentriert arbeiten will, aber nicht zuhause? Ins Zeitcafé!

Das Konzept
Ein Zeitcafé ist ein Ort, an dem die Dauer des Aufenthalts den Preis bestimmt, nicht wieviele Milchkaffees getrunken wurden. Fürs leibliche Wohl ist dennoch gesorgt und im Zeitpreis inbegriffen. Die Preisspanne liegt bei 3 bis 5 Euro pro Stunde bzw. 15 bis 20 Euro pro Tag. (Im Selbsttest: teurer als ein klassischer Café-Besuch kommt es nicht). In einem solchen Etablissement finden sich Gleichgesinnte, von daher wundert es nicht, dass die Community im Vordergrund steht. Zeitcafés sind ein Begleitphänomen der Sharing Community. Man teilt sich einen Ort zum entspannten Arbeiten.

Die Ursprünge
Im internationalen Kontext werden Zeitcafés auch Time Club, Anti-Café oder Pay-per-minute-Café genannt. 2011 in Moskau gegründet, expandierte die erste Anticafé-Kette namens „Zifferblatt“ über St.Petersburg nach Großbritannien, Slowenien und in die Mongolei. Vorzugsweise universitätsnah. Ivan Mitin sei der Erfinder des Anticafé-Konzepts. Historisch knüpft die Idee an die Tee- und Kaffeehäuser an. Diese boten Raum zum Austausch für bestimmte Communities (die man früher noch Interessengruppen nannte). Community Building ist auch eines der zentral forcierten Eigenschaften der Zeitcafés, wenn man möchte: Man kann mehr bezahlen und einem anderen Mitglied so den Aufenthalt ermöglichen. Oft werden auch Aktivitäten angeboten, bei denen man sich einbringen oder eben nur teilnehmen kann.

Wo gibt‘s denn sowas?
In der Hauptstadt der Co-Working-Spaces gibt es bislang nur ein bekanntes Zeitcafé: be‘kech in Berlin Wedding. Ein weiteres namens Klokke spuckt Google für Mannheim aus. Nicht mehr existente Zeitcafés gab es auch in Ulm, Köln und Wiesbaden. Alle, auch das internationalere Zifferblatt, haben folgende Beschreibungen gemeinsam: gemütliche, arbeitsfreundliche Atmosphäre, Gleichgesinnte, WiFi, Kaffee/ Tee und kleine Leckereien. WORK IN PROCESS hat das be’kech sowohl in konzentrierter Arbeitsatmosphäre als auch als Meeting-Ort erfahren und sagt: funktioniert und fetzt.

Fazit
Inmitten des Wandels der Arbeitswelt gewinnt die Verwirklichung eigener Ideen in Projekten an Bedeutung. Ideen finden oft neue Wege, wenn der passende Rahmen gegeben ist. Ganz ehrlich: wer kennt es nicht, dass das Vorhaben des konzentrierten Arbeitens zuhause oft der Prokrastination weicht. Da ist das Zeitcafé um die Ecke ein willkommener Arbeitsort, es sollte viel mehr davon geben! Die Zeit gehört einem selbst und man kann das Beste daraus machen. Niemand nervt, wenn der Kaffee seit 15 Minuten leer ist, der Lautstärkepegel erlaubt es, die Klänge der dahinperlenden Musik zu hören. Wer komplette Ruhe braucht, kann sich in eine silent box zurückziehen. An einem Buffet kann man sich mit Leckereien versorgen, Heißgetränke werden an der Bar bestellt. Zeitcafés sind eine abgrenzende Alternative zu Co-Working-Spaces, die vom Flow eher hochkonzentriert sind. Gut, wenn man seinen eigenen Gedanken nachhängen will, während man einen Artikel, beispielsweise über Zeitcafés, schreibt oder aber im Team Ideen brainstormed. Ein feiner Ort zum Arbeiten.

Text und Bild: Anja Graff

Webseiten ausdrucken – mit diesem Browser geht’s am besten

Kennt ihr das? Ihr habt eine Rezension, einen tollen Beitrag oder hilfreiche Tipps in einem Forum online gefunden und wollt es gern als PDF speichern oder aber gleich ausdrucken? Der schnelle Klick auf Drucken hinterlässt jedoch ein frustrierendes Ergebnis? Mir ging es bei meiner Arbeit beim Klassiklabel so, wenn ich Besprechungen von CDs abspeichern und ausdrucken wollte. Ich habe folgende Browser getestet: Firefox, Internet Explorer, Google Chrome und Safari. Mein persönlicher Gewinner ist – tataaaa: Chrome! Nur mit Chrome ist es mir gelungen, nur meine vorher ausgewählte Textstelle sauber auszudrucken, ohne Werbung oder Textstellen, die mich nicht interessieren.

So funktioniert das Ausdrucken mit Chrome

Besuche im Browser Chrome die Webseite, die dich interessiert, wähle mit dem Textmarkier-Werkzeug den zu druckenden Text aus und klicke auf die drei Pünktchen rechts neben der Adressleiste. Gehe dort auf Drucken und dann – jetzt kommt´s – links unten auf „Weitere Einstellungen“. Wähle dort „Nur Auswahl“ und schwups sieht die Seite aufgeräumt aus und du druckst nur das aus, was du auch ausdrucken möchtest. Übrigens kannst du so auch PDFs speichern.

Ich hoffe, ich konnte helfen. Habt ihr noch Fragen oder Anregungen zum Thema? Hinterlasst mir gern einen Kommentar.
Eure Katrin

Mehrere Projekte parallel verfolgen oder Fokus auf ein Business-Modell?

Kolumne von Tim Chimoy

Darauf gibt es keine klare Antwort, denn die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab. Jeder hat andere Vorlieben, einen anderen Lebensstil, eine andere Empfindlichkeit, was Stress angeht. Und natürlich auch unterschiedlich ambitionierte Ziele.

In den letzten Jahren habe ich selbst immer wieder mehrere Baustellen parallel aufgerissen. Das liegt zum Einen daran, dass ich gerne neue Dinge ausprobiere. Zum Anderen fülle ich meine Freizeit wieder ruck-zuck mit neuen Projekten, sobald ich zu viel Leerlauf habe – weil mir genau das einfach viel Spaß macht.

Nachteile mehrere Projekte
Ich habe dabei aber auch die negativen Seiten des Jonglierens mit mehreren Projekten kennengelernt. Das größte Problem: Es wird schnell stressig und man hat durch das Springen von Projekt zu Projekt wenig Gelegenheit, im Kopf zur Ruhe zu kommen. Auch die Entscheidung, an welcher Baustelle die Arbeit gerade dringender ist, führt zu einem latent schlechten Gewissen, gerade etwas zu vernachlässigen.

Vorteile ein Projekt
Die Vorteile, sich einem einzigen Businessmodell zu widmen (so wie es in den Zeiten vor „Digital Business“ die Regel war) sind eindeutig. Neben weniger Unruhe („habe ich schon genug getan?“) ist wohl das wichtigste Argument, dass man einen laserscharfen Fokus auf eine Sache richten kann. Man kann zu einem „Profispieler“ in seinem Geschäftsbereich werden. Das ist beim Jonglieren mit mehreren Projekten schwierig. Fokus bietet einem die Chance, richtig zu wachsen.

Vorteile mehrere Projekte
Aber es gibt auch Vorteile für das Betreiben von mehreren Projekten. Man diversifiziert! Nicht nur bei der Geldanlage ist Diversifikation wichtig. Es macht Sinn, mehr als eine Einnahmequelle zu haben. So kommt schließlich weiterhin Geld herein, wenn ein Projekt einmal scheitert. Zudem kann man sich so ausprobieren, diverse Interessen ausleben.

Ich versuche mittlerweile, keine neuen Baustellen aufzureißen. Nicht zuletzt auch um häufiger einmal zur Ruhe zu kommen. Dabei habe ich zwei gut laufende Geschäftsmodelle, auf die ich mich voll fokussiere. Unsere Citizen Circle Community, sowie meine Arbeit als Architekt und Workspace Designer. Diese Dinge bekommen meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Sie ergänzen sich auch – und passen für mich unter einen Hut.

Und jetzt du! Wie gehst du mit dieser Frage um? Entscheidest du dich bewusst dafür, viele Projekte parallel zu verfolgen? Oder tust du es, aber wünscht dir eigentlich einen klareren Fokus? Vielleicht bist du auch auf ein Geschäftsmodell fokussiert, und kannst bestätigen, wie viel mehr Energie man dadurch aufbringen kann? Ich freue mich über deine Meinung.

Zuerst erschienen als Montagspost von Tim Chimoy vom Citizen Circle, einer Querdenker-Community, die Gründer dabei unterstützt, mit einem digitalen, ortsunabhängigen Businessmodell durchzustarten.