Gehaltsverhandlung – so kann es gelingen

Verhandlungen sind vielen Arbeitnehmern ein Graus. Vielen fällt es oftmals schwer, in eigener Sache Forderungen und Ansprüche zu stellen. Das jedoch ist absolut notwendig, um am Ende mehr Gehalt auf seinem Konto zu haben, denn selten kommt die Gehaltserhöhung von selbst. Im Gegenteil: wer nicht wagt, der nicht gewinnt, heißt es doch so schön in einem Sprichwort. Worauf kommt es also an? Wir haben einige wichtige Fakten für euch gesammelt, mit denen die nächste Gehaltsverhandlung ein voller Erfolg wird.

Die Vorbereitung
Es gibt nicht die eine Strategie, die sich bei einer Verhandlung anwenden lässt. Einige Dinge sollten aber unbedingt durchdacht und vorbereitet werden, bevor man sich in das Gespräch begibt. Zum einen ist es wichtig, mit wem man es in der Verhandlung zu tun hat. Wie ist der Charakter meines Vorgesetzten? Worauf legt er Wert und welche Fähigkeiten und Skills schätzt er, welche Werte sind ihm wichtig? Basierend auf diesen Informationen lässt sich das Gespäch schon einmal ganz anders aufbauen.
In jedem Fall ist es gut, die Verhandlung mit einer anderen Person einmal zuvor durchzuspielen, bevor es in den Ring des eigentlichen Gesprächs geht. So gewinnt man rhetorisch mehr Selbstsicherheit und kann verschiedene Szenarien und Argumentationsketten durchspielen.
Ein anderer wichtiger Faktor ist die Dokumentation der eigenen Leistung. Dazu zählt schriftliches Feedback, Statistiken, Fakten und weitere Dokumente, die die Leistung bestätigen und eine Grundlage für weitere Forderungen nach einem höheren Gehalt begründen. Wer sich nicht sicher ist, ob seine Gehaltsforderungen zu hoch sind, kann sich an Studien, wie zum Beispiel dem Gehaltsreport von Stepstone oder vom Statistischen Bundesamt orientieren.

Die richtige Rhetorik
Ein guter Einstieg in das Gespräch ist mitunter die Grundlage für einen positiven Verlauf der Verhandlung. Wer mit der Tür gleich ins Haus fällt, ist nicht nur unhöflich, sondern auch taktlos und fällt unangenehm auf. Ein kurzer Plausch in angenehmer Gesprächsatmosphäre bricht das Eis und ebnet den Weg in das weitere Gespräch.
Kommt es zum eigentlichen Thema, gilt es die Forderungen klar und deutlich zu formulieren und das dann auch zu begründen. Ganz nach der Devise: Argumente sind gut, Forderungen besser. Gut ist es immer, etwas höher anzusetzen, da in der Regel die Forderung des Arbeitnehmers heruntergehandelt wird. Setzt man höher an, verliert man in der Regel weniger Prozente des angestrebten Gehalts. Bevor die Gehaltsforderung formuliert wird, ist es zu empfehlen, einige Gründe zu nennen, warum mehr Gehalt angestrebt wird. Das kann ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt sein, die erfolgreiche Akquise neuer Kunden, mehr Verantwortung und die Aneignung neuer Fachkenntnisse oder die Einarbeitung neuer Mitarbeiter.

Selbst-Marketing ist erlaubt
Sich seines Wertes bewusst zu sein, hat noch niemandem geschadet. Eher im Gegenteil. Nicht nur für das eigene Selbstwertgefühl, sondern auch im Unternehmen ist dieser Faktor ein wichtiger Parameter, um wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Um das auch messbar zu machen, ist es empfehlenswert, Feedback-Gespräche mit dem Vorgesetzten zu vereinbaren und diese über die eigenen Erfolge und positive Ergebnisse in Kenntnis zu setzen. Auch positive Resonanz von Partnern und Kunden können weitergeleitet werden, um den eigenen Erfolg zu dokumentieren.

Je krummer die Zahl, desto besser
Es hört sich ein wenig seltsam an, aber wer seine Gehaltsforderungen möglichst präzise formuliert und die Gehaltsverhandlung eröffnet, ist deutlich erfolgreicher als jemand, der eine runde Zahl angibt. Das zumindest besagt eine Studie, in der nachgewiesen wurde, dass eine genaue Forderung suggeriert, dass man sich vorab vorbereitet hat. Ein weiterer interessanter Punkt der Untersuchung ist auch, dass die Personen erfolgreicher waren, die einen nicht zu günstigen Wert angegeben haben.

Fazit
Wer sich gut vorbereitet und vorab schon eine genaue Vorstellung hat, von dem, was angestrebt wird, der hat am Ende größere Chancen mit einem positiven Ergebnis aus der Verhandlung zu gehen. Eine gute Selbsteinschätzung kann hier von Vorteil sein, aber vor allem sollte man den Wert seiner Arbeit kennen und einfordern können, denn gearbeitet wird nun einmal nicht umsonst. Warum auch!

Tipps zum Lesen: http://www.sueddeutsche.de/thema/Gehaltsverhandlung
https://karrierebibel.de/gehaltsverhandlung/

Autor: Elsa Loy
Foto: rawpixel / Unsplash

Assistenz Berliner Philharmoniker Recordings (w/m)

Die Berlin Phil Media GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Berliner Philharmoniker, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Assistenz (w/m) in Vollzeit für ihr Label Berliner Philharmoniker Recordings.
Berliner Philharmoniker Recordings ist das 2014 gegründete Eigenlabel der Berliner Philharmoniker. Mit einem Fokus auf die großen Zyklen der Orchestermusik werden aufwändige audiovisuelle Produkte hergestellt, die über die übliche Präsentation von Musik weit hinausgehen. Beim Angebot von digitalen Produkten steht ebenfalls höchste Qualität im Vordergrund. Sämtliche Prozesse wie Herstellung, Vertrieb und Logistik werden weitestgehend im eigenen Hause koordiniert – Kernaufgabe der Assistenz ist es, diese Prozesse zu koordinieren und voranzutreiben.
Unsere Ausschreibung richtet sich daher an organisatorisch, kommunikativ wie administrativ starke, außergewöhnlich gut strukturiert und eigenverantwortlich arbeitende Bewerber/innen – idealerweise mit ersten Erfahrungen bei einem Label. Sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift sowie Interesse an klassischer Musik werden vorausgesetzt.

Ihre Aufgabenbereiche:

• Assistenz und eigenverantwortliches Management des operativen Tagesgeschäfts unseres Labels „Berliner Philharmoniker Recordings“
• Assistenz Produktmanagement, d.h.
• Koordination Booklet-Redaktion, Korrekturläufe, Grafiker
• Koordination von Presswerken, Druckereien, Studios
• Koordination DVD/Blu-ray Premastering
• Redaktion und Pflege des Online-Shops
• Koordination der Erstellung unserer Marketingmaterialien (Video-Trailer, Vertriebsunterlagen, Drucksachen, Press-Kit und ähnliches)
• Qualitätsmanagement, Optimierung von Prozessen und Methoden
• Administration (GEMA Meldungen, Metadaten- und Systempflege)
• Koordination der Warenströme (B2C und B2B) in enger Zusammenarbeit mit Logistikunternehmen
• Bearbeitung Kundenanfragen B2C und B2B

Unser Angebot:
• Ein sehr kollegiales, kleines und effizientes Team
• Hohe Eigenverantwortung ab dem ersten Tag
• Gute und erfolgsorientierte Konditionen
• Flexible Arbeitszeiten

Sie sind interessiert? Dann senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf, einem Motivationsschreiben sowie Ausbildungs- und Arbeitszeugnissen als Anhang in einem PDF-File zum 03. Juni 2018 per E-Mail an Frau Rosner p.rosner@berliner-philharmoniker.de

StartUpLife – das verflixte erste Jahr

Ein Statement vom WIP-Team.

Genau vor einem Jahr hat das Online-Magazin WORK IN PROCESS mit einer großen Launchparty die digitale Bühne betreten. Darum haben wir – das sind Katrin, Elsa und Anja – die Sommerpause genutzt, um das letzte Jahr WORK IN PROCESS Revue passieren zu lassen. Einiges haben wir da geschafft: tolle Menschen portraitiert, eine Jobbörse gelauncht und neue Autoren für uns gewonnen. Von einigen Dingen mussten wir uns allerdings auch verabschieden. Es gibt gute Gründe, warum Veranstaltungen über Fehlerkultur an Beliebtheit gewinnen. Niemand macht gerne Fehler, aber sie passieren trotzdem. Weil man zu viel zu schnell will, weil die Visionen schneller wachsen als der Tag 24 Stunden zum Umsetzen zur Verfügung hat. Wie sagt aber ein schönes Sprichwort? Es gibt keine Fehler, entweder du gewinnst oder du lernst. Wir haben viel gelernt und das Resultat bekommt ihr in ganz authentischer Weise hier.

Drei Gehirne, eine Vision

WORK IN PROCESS ist das Online-Magazin rund um die Arbeitswelt. Arbeit ist ein zentraler Bestandteil des täglichen Lebens. Was immer man sich zur Aufgabe macht, ist Teil der Selbstentfaltung – in der Maslow’schen Bedürfnispyramide die letzte Ebene. Zur Selbstentfaltung gehört Identifikation. Drei Gehirne, eine Vision: die authentische Darstellung heutiger Arbeitsmodelle sowie begleitende Informationen und Sichtweisen dazu. Das Team von WORK IN PROCESS besteht aus drei Frauen unterschiedlichster Richtungen: Katrin aus dem Bereich Journalismus und Musik, Elsa aus dem Bereich Kunst und Kommunikation und Anja aus dem Bereich Wirtschaft. Unsere Standorte sind Berlin und Leipzig; dank des World Wide Web sind wir aber mindestens im ganzen deutschsprachigen Raum zuhause. Alle haben nebenbei Verpflichtungen: als Angestellte, Selbstständige, Schauspielerin, Mutter und zu Guter Letzt immer den eigenen Ansprüchen an Qualität und Integrität in allen Lebenslagen. Nicht nur die Digitalisierung verändert den Arbeitsalltag, sondern auch neu definierte Bedürfnisse im täglichen Leben, gesellschaftliche Umbrüche, persönliche Entwicklungen. Wir möchten mit unserem Magazin einen digitalen Raum schaffen, in dem ihr neues Wissen und Eindrücke sammeln und austauschen könnt.

Ungefiltert und authentisch

Wir bieten mit den Portraits ungefilterte Einblicke in unterschiedlichste Arbeitsalltage von Selbstständigen, Machern mit eigenen Projekten, Angestellten, Kreativen und Künstlern – kurz gesagt: Menschen mit Visionen, die alle ein WORK IN PROCESS sind. Es entstehen so viele neue Berufsfunktionen und damit einhergehenden -bezeichnungen, dass ein fokussierter Blick auf den eigentlichen Inhalt Klarheit verschafft. Unterstützend dazu gibt es allerhand neue digitale Tools, die einem das Arbeiten erleichtern sollen: von Projektmanagementprogrammen bis hin zu diversen Kommunikationstools. Arbeit an sich wird zunehmend von einer Masse an Themen begleitet, die von Interesse sind: Arbeitszeit, Arbeitseinstieg, Umorientierung, Arbeitsinhalte, Einfluss auf die persönlichen Belange – die Liste ist endlos und der Informationsbedarf ebenso. Uns ist es ein tiefes Anliegen, werbefrei und fernab vom fanciness über all das zu berichten.

Sharing is Caring

Eine Frage des Geldes? Ja, die Frage nach dem Monetarisierungsmodell haben wir uns oft gestellt. Ein Online-Magazin ist mit Kosten verbunden. Um die Qualität zu wahren, unsere Fixkosten tragende Jobs zu rocken und euch unsere Texte und Recherchen zur Verfügung zu stellen, könnt Ihr uns bald und zukünftig gerne unterstützen – mittels des Spendenbuttons. Werbung könnten, aber wollen wir nicht schalten, die stört immer so beim konzentrierten Lesen. Zukünftig findet ihr uns auch schneller und besser bei der Google-Suche. Stichwort Fehlerkultur: Das vergleichende Lesen hatte nicht den gewünschten Mehrwert und Einbußen beim SEO-Ranking gekostet, darum verzichten wir nun darauf. Die Seite ist nun übersichtlicher zu lesen, und vergleichen könnt ihr trotzdem, indem ihr ein Portrait nach dem anderen lest. Wir freuen uns über jeden Rank, den unsere Seite bei Google nach oben klettert, genauso wie über neue Gastblogger und Portraitierte und natürlich über euch, die Besucher unserer Seite, egal ob mobil, am Tablet oder PC (außer, wenn ihr diesen verstaubten Internet Explorer nutzt: der spricht leider nicht fließend JavaScript).

Ganz im Sinne von Sharing is Caring ist jede/r LeserIn herzlich eingeladen, unsere Arbeit in dem Maße zu unterstützen, wie er/ sie will und kann: Teilen, Folgen, Liken, Spenden oder Mitmachen als Gastblogger.

Wir freuen uns jedenfalls aufs kommende Jahr mit euch!
Anja, Elsa und Katrin von WORK IN PROCESS

Mindset-Coach Julia Lakaemper: Wie berufliche Neuorientierung gelingen kann

Kann man seine Ziele im Job jederzeit neu definieren? Ist es irgendwann zu spät? Wie finde ich heraus, welcher Weg zu mir passt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Julia Lakaemper beruflich. Sie ist Mindset Coach und hilft ihren Kunden dabei, sich beruflich neu zu orientieren. Dabei spricht sie aus Erfahrung, denn sie selbst hat einen Karrierewechsel durchlebt: Ursprünglich war sie als Beraterin in einer Berliner PR-Agentur tätig. Ein sicheres Einkommen, nette Arbeitskollegen und Erfolg im Job erwiesen sich mit der Zeit nicht als das, wonach sie sich sehnte. Also beschloss sie im Alter von 33 Jahren einen Neuanfang zu wagen. Zunächst reiste sie drei Jahre um die Welt und entschloss sich, danach eine Ausbildung zum zertifizierten Coach zu machen. Wir haben Julia zum Thema berufliche Neuorientierung interviewt und spannende Einsichten gewonnen.

Welchen Hinweis kannst du jedem zur beruflichen Neuorientierung mit auf den Weg geben?
Oha, da gibt es so einige. Zuerst würde ich analysieren, warum der- oder diejenige sich überhaupt beruflich umorientieren will. Vielleicht bist du in der falschen Unternehmenskultur gelandet und fühlst dich dort unwohl oder du wünschst dir einen Job mit mehr Sinn. Andere brauchen einfach mal eine längere Pause oder wollen sich einen flexibleren Lebensstil aufbauen, der besser zu ihren privaten Wünschen passt. Für viele meiner Kunden ist es gar nicht so leicht, alleine herauszufinden, was genau sie wollen – und warum. Die meisten sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht und trauen sich nicht, größer zu denken und mal wild zu träumen. Wir haben alle blinde Flecken, das ist ganz normal. Um die zu identifizieren, fragen viele ihre engsten Freunde und ihre Familie um Rat; das sind aber nicht unbedingt die qualifiziertesten und neutralsten Berater. Andere glauben, dass sie ihr Leben radikal umwerfen und sofort alles anders machen müssen und dann erst gar nicht anfangen, dabei haben kleine, konsequent umgesetzte Veränderungen massive Vorteile. Vor allem würde ich jedem den Tipp geben: Frag dich, wie du deine Tage verbringen würdest, wenn du kein Geld verdienen müsstest. Das funktioniert zum Beispiel ganz einfach mit der 12-Millionen-Frage.

Woran scheitern die Meisten?
Viele machen den Fehler, sich nicht die Zeit zu nehmen, um herauszufinden, wie sie wirklich leben und arbeiten wollen – und vor allem: warum. Das zu wissen ist mehr als die halbe Miete und sorgt dafür, dass du die Weichen für ein zufriedenes Leben langfristig und nachhaltig ausrichtest. Außerdem vergessen viele oft die Persönlichkeitsentwicklung, die neben der fachlichen Ausbildung wichtig ist. Wenn du nicht mit dem richtigen Mindset, mit der passenden Haltung, in größere Veränderungsprozesse einsteigst, können dich die ersten Hürden und Widerstände schnell umwerfen und entmutigen. Du brauchst eine tiefe Kraft und Motivation, die dich durch die eine oder andere Herausforderung oder Krise trägt. Es ist wichtig, eine klare Vision vor Augen zu haben und diese immer wieder der eigenen fachlichen und persönlichen Entwicklung anzupassen. Erstaunlich viele denken lieber daran, einen sicheren Job zu finden und eine Branche zu wählen, in der sie möglichst schnell möglichst viel Geld verdienen. Meiner Meinung nach ist der sicherste Job meistens der, der dir Spaß macht und gut zu dir und deinen Talenten passt.

Ab wann kann man den Sprung in die Selbstständigkeit wagen?
Einen perfekten Zeitpunkt gibt es meiner Meinung nach nicht. Meistens ist es der Zeitpunkt, an dem du dich ein bisschen bereit, aber eigentlich noch nicht ganz bereit fühlst. Vorher solltest du dir gut überlegen, mit welcher Positionierung du dich selbstständig machen willst, und auch hier: warum. Was stört dich am angestellt sein? Wie risikobereit bist du: Lähmt es dich, die Miete für den nächsten Monat noch nicht zusammen zu haben oder motiviert es dich, dann erst recht Gas zu geben? Wie wohl fühlst du dich dabei, dich selbst und deine Arbeit zu vermarkten? Ich würde klären, welche Form der Selbstständigkeit du wählen willst, welche Kosten du auf jeden Fall monatlich decken musst und wie du unterschiedliche Einkommensquellen ausfindig machst. Hast du sechs Monate Rücklagen auf dem Konto, die dich finanzieren, falls alles schief geht, ein Netzwerk voller potenzieller Kunden oder bekommst du alternativ einen Gründungszuschuss von der Bundesagentur für Arbeit? Das sind alles wichtige Fragen, die du vor deinem Sprung in die Selbstständigkeit klären solltest. Wenn du gerne an den Wochenenden frei hast, jeden Tag um Punkt 17 Uhr Feierabend machen und mindestens 30 Tage im Jahr im bezahlen Urlaub verbringen willst, ist eine Selbstständigkeit wahrscheinlich eher nichts für dich – vor allem in den ersten Monaten (oder sogar Jahren) heißt es: Ranklotzen.

Kann wirklich jeder jede Idee umsetzen? Rätst du manchen Menschen auch von ihren Ideen ab, wenn du ehrlich nicht daran glaubst?
In meinen Coachings geht es eher noch um die Schritte davor: Um die Motivation, warum jemand sich selbstständig machen will, welche Ideen grundsätzlich infrage kommen, auf Basis der individuellen Interessen, Werte, Talente und Stärken. Eine klassische Existenzgründungsberatung mache ich nicht und bin auch kein “Business Angel“, da würde ich an andere Experten verweisen. Grundsätzlich würde ich sagen: Es kommt nicht nur auf eine gute Idee, sondern vor allem auf die Umsetzung an. Wenn du in der Kreation und im Netzwerken talentiert bist, such dir jemanden als Business-Partner, der in der Strategie und der Umsetzung stark ist.

Sind heutzutage viele Menschen beruflich unglücklich und wenn ja, warum?
Aus meiner Perspektive stimmt der Eindruck schon, ich hab ja sehr viele Kunden, die beruflich unzufrieden sind. Einerseits hat sich die Arbeitswelt stark verändert, andererseits gibt es meines Wissens nach in den Schulen weiterhin wenig Zeit und Unterstützung für die individuelle Berufsfindung. Durch die Globalisierung und die verschulte akademische Ausbildung taumeln dann viele engagiert die Karriereleitern hinauf, ohne genau zu wissen, warum sie das eigentlich machen. Andere unterfordern sich, weil sie sich das, was sie eigentlich machen wollen, nicht zutrauen. Das kann früher oder später zu Frustrationen führen. Andere glauben, dass ein bestimmtes Gehalt oder ein beruflicher Status zur Erfüllung führt. Das stimmt ja auch nur bedingt. Meiner Beobachtung nach hinterfragen viele erst sehr viel später, was sie da die letzten Jahre eigentlich gemacht haben und ob sie so weiterleben wollen. Die “berufliche Selbstfindung”, die durch diese Frustration in Gang gesetzt wird, holen viele in ihren 30ern nach. Sie machen sich dann auf, sich ein selbstbestimmtes Leben aktiv zu gestalten, das besser zu ihnen passt – beruflich wie privat. Die Jahre zuvor sind oft ein wichtiger Umweg und in der Regel keine vertane Zeit. Es gibt immer gute Gründe, warum wir uns dafür entschieden haben.

Ist Erfolg Einstellung oder Glück?
Ich glaube, für Erfolg braucht es eine klare Vision, Risikobereitschaft, Durchhaltevermögen, ein starkes Netzwerk und eine Prise Glück. Vor allem ist es wichtig, dass jeder für sich persönlich definiert, was Erfolg überhaupt bedeutet. Sind das Millionen auf dem Konto? Lieber ein Häuschen auf dem Land oder das dicke Auto vor der Tür? Bist du erfolgreich, sobald dich deine Arbeit erfüllt? In diesem Sinne ist Erfolg für mich Einstellung: Wenn du dein Leben aktiv so gestaltest, wie du es auch wirklich leben willst, bist du in meinen Augen erfolgreich.

Tipp der Redaktion: Julia Lakaemper bietet auch kostenlose Strategiegespräche an, die unter diesem Link gebucht werden können.

Interview: Elsa Loy

Das sagen Experten: Tipps für eine erfolgreiche Selbstständigkeit

Das eigene Unternehmen oder die berufliche Selbstständigkeit zu verwirklichen klingt im ersten Moment sehr attraktiv. Den Meisten ist jedoch nicht bewusst, wie viel Arbeit sich hinter einer erfolgreichen Selbstständigkeit verbirgt. Wer bereits einmal den Versuch gewagt hat, etwas eigenes auf die Beine zu stellen, weiß, wovon hier die Rede ist. Gerade am Anfang kommt es nicht nur auf die richtige Motivation, sondern vor allem auf die passende Strategie, ein zuverlässiges Team und enorm viel Durchhaltevermögen an. Nur selten setzt der Erfolg über Nacht ein. Oft steckt hinter einer erfolgreichen Unternehmung eine langfristige Strategie und viele unbezahlte Stunden an Arbeit. Das soll niemanden abhalten, seine eigenen Ideen umzusetzen, jedoch ist die richtige Vorbereitung und eine realistische Einschätzung der Lage hierfür unerlässlich. Wir haben bei ein paar Experten diesbezüglich genauer nachgefragt und spannende Antworten erhalten.


Sabine Hockling, freie Jounalistin und Bloggerin

Website: diechefin.net

Sabine Hockling, freie Jounalistin und Bloggerin
Sabine Hockling, freie Jounalistin und Bloggerin

„Ich kann jeder gründungsinteressierten Frau raten, durchzuhalten und nicht gleich bei ersten Rückschlägen an der Idee zu zweifeln. Bei uns wurde es zum Beispiel nach fünf Jahren leichter. Wir mussten unsere Leistungen nicht mehr erklären, sondern überzeugten durch die Qualität unserer Formate. Allerdings sollte man sich auch darauf einstellen, dass man viel Zeit und Geld investieren muss. Finanzielle Schwankungen gehören gerade am Anfang dazu – und die muss man auffangen und vor allem auch aushalten können. Und man sollte immer ehrlich zu sich selbst sein und zu seinen Schwächen stehen. Denn nur so entwickelt man sich weiter.“

Tanja Lenke, Business Consultant, Gründercoach und Mentorin
Website: tanjalenke.de

„Der größte Erfolgsfaktor sind wir selbst. Wer das richtige Mindset für die Selbstständigkeit mitbringt, der ist schon erfolgreicher als viele andere. Die Selbstständigkeit ist wie eine Achterbahnfahrt. Es gibt Zeiten, da läuft alles super, aber auch Zeiten, in denen es nicht so gut läuft. Wer sich Ziele setzt, sie konsequent verfolgt, viel testet und optimiert, der wird auch Erfolg haben“


Kevin Pflock, Günder des Online-Magazins Junge Gründer

Website: junge-gruender.de

Kevin Pflock, Günder des Online-Magazins Junge Gründer
Kevin Pflock, Günder des Online-Magazins Junge Gründer

„Solange er dich bezahlen soll, hat der Kunde immer Recht.“ Dieser Satz hat mich in den letzten fünf Jahren meiner Selbstständigkeit sehr geprägt. Egal, ob du ein physisches Produkt, Content auf einer Webseite oder eine Dienstleistung vertreibst: Orientiere dich immer an den Bedürfnissen deiner Kunden und potentiellen Kunden, die ihren Bedarf decken wollen und dein Unternehmen finanzieren sollen. Wie du herausfindest, was deine Kunden wollen? Frage sie direkt und bitte um ihre Meinung. Auch kannst du schauen, wie andere Unternehmen in deiner Branche ihre Produkte oder Dienstleistungen gestalten und wie diese angenommen werden.“

Jana Zieseniß, Mitgründerin von Chapter One Mag
Website: chapteronemag.com

 Jana Zieseniß, Mitgründerin von Chapter One Mag
Jana Zieseniß, Mitgründerin von Chapter One Mag

„Mit der Selbstständigkeit verhält es sich wie mit der neuen Kurzhaarfrisur – haben wir uns erst einmal dafür entschieden, würden wir am liebsten gestern schon auf dem Friseurstuhl sitzen. Doch die meisten Businessmodelle benötigen einfach Zeit, um zu reifen. Nur die wenigsten Menschen verdienen von heute auf morgen mit ihrer Selbstständigkeit so viel Geld, dass sie direkt davon Leben und all ihre Ausgaben decken können. Die ideale Lösung: Nebenbei Gründen. Die Vorteile: Man hat kein/kaum Risiko, da man über das Angestelltenverhältnis weiterhin normal versichert und finanziell versorgt ist. Man kann so ohne Risiko herausfinden, ob die Selbstständigkeit überhaupt etwas für einen ist, ohne hinterher ohne Job dazustehen. Und man kann sich schonmal an das hohe Arbeitspensum gewöhnen, das in der Selbstständigkeit auf einen wartet. Denn wer für eine gewisse Zeit zwei Jobs (also eigenes Business und normaler Job) auf einmal machen kann, der schafft auch später nur die Selbstständigkeit allein. Es gibt also neben der Arbeitsbelastung eigentlich keinen Grund, es mit dem eigenen Business nicht erst einmal nebenbei zu probieren.“

Autor: Elsa Loy
Fotos: Tanja Lenke: Alexander Klebe, privat
Titelbild: Crew/Unsplash

Angestellt und eigenes Business – geht das?

Wer selbst gründen möchte, steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Das fängt bei dem nötigen Kleingeld an und hört bei der nicht vorhanden Freizeit auf. Die meisten Gründer haben nicht von heute auf morgen ihr Business gestartet. Viel Zeit und Nerven kostet es, bis man von der eigenen Idee zum wirklichen Geschäftsmodell gelangt. Aber wie soll man am besten vorgehen? Job kündigen oder weniger Freizeit? Kredit ja oder nein? Wir wollen euch ein paar Tipps geben, um erfolgreich zu starten.

Gründen und Job. Aber wie?
Es ist soweit. Das Konzept steht, die Motivation ist da und ihr wollt sofort loslegen. Wäre da nicht noch der Job, die Freunde und die Familie. Was man braucht, ist Zeit und am besten ein wenig Geld. Natürlich gibt es die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen, vorausgesetzt ihr erfüllt die entsprechenden Voraussetzungen. Aber was ist, wenn die Unternehmung scheitert oder man merkt, dass das Unternehmen nicht rentabel ist? Dann wartet ein Berg von Schulden. Wer kein Kapital besitzt, aber trotzdem gründen möchte, sollte vielleicht doch in kleinen Schritten vorgehen, aber langfristig denken. Keine Firma ist von heute auf morgen entstanden.
Wer Job und eigenes Unternehmen verbinden möchte, braucht nicht nur eine gute Organisation, sondern auch einen langen Atem. Das ist nicht zu unterschätzen – aber auch nicht unmöglich.

Gutes Zeitmanagement
Es ist empfehlenswert, sich einen Arbeitsplan zu machen. Wann arbeitet man für seinen Job und wann für die eigene Firma? Wie bei einem normalen Job können feste Arbeitszeiten sehr gut sein, um eine Routine zu bekommen. Aber auch Pausen und Zeit für Erholung, sowie ausreichend Schlaf, dürfen nicht zu kurz kommen. Ein eigenes Business ist eine Entscheidung, die auch mit Konsequenz verfolgt werden sollte. Nur so kann sich auch Erfolg einstellen.

Teilzeit?
Gibt es eventuell die Möglichkeit, die Arbeit in dem Angestelltenverhältnis zu reduzieren? Bei vielen Start-Ups und Unternehmen gibt es dazu die Option. Wichtig ist, zu wissen, dass die Nebenbeschäftigung nicht die hauptberufliche Tätigkeit überschreiten sollte. Zudem sollte der Arbeitgeber (bei einer Angestelltentätigkeit) darüber informiert werden, dass eine Nebenbeschäftigung ausgeübt wird. Solltet ihr Freelancer sein, könnt ihr selbst abschätzen, wo ihr Abstriche machen könnt und wo nicht.
Wer weniger arbeitet, hat auch weniger Geld, aber mehr Zeit zur Verfügung. Wichtig ist es, genau zu wissen, wie viel Geld ihr zum Leben braucht und was ihr, wenn ihr weniger arbeitet, entbehren könnt.

Kundenstamm aufbauen
Um ein Netzwerk aufzubauen, braucht es viel Zeit. Wer sich kontinuierlich vernetzt, Messen und Vorträge besucht und Kooperationen eingeht, baut sich nach und nach einen großen Kundenstamm und viele Kontakte auf. Dieses Investment kann problemlos auch neben dem Job gepflegt und weiter ausgebaut werden. Wer weiß? Vielleicht ist sogar der jetztige Job ein Kooperationspartner für später.

Money, Money, Money
Wer nebenbei gründet, geht weniger finanzielle Risiken ein. Hierbei darf nicht unterschätzt werden, dass bei einer Gründung gerade am Anfang einige Kosten anfallen. Wer im Onlinesegment ein Unternehmen aufbaut, kann vieles online und kostengünstig abwickeln, aber dennoch sind Ausgaben vorprogrammiert. Ganz zu schweigen von der unbezahlten Arbeitszeit, die am Anfang investiert werden muss.

Welche Rechtsform?
Die Wahl der Rechtsform sollte genau überlegt sein. Einige wichtige Faktoren gibt es da zu berücksichtigen:
– Wie viele Gründer sind beteiligt?
– Gibt es Dritte, die an dem Unternehmen beteiligt sind?
– Wie sieht es mit Gesellschafterwechseln aus?
– Hafte ich mit meinem eigenen Privatvermögen oder mit dem Gesellschaftsvermögen?
– Wie sieht es mit Steuern aus?
– Brauche ich eine Mindesteinzahlung oder gibt es kein festes Kapital?
– Gibt es eine Publizitätspflicht?
– Wie tritt die Firma nach außen auf?

Versicherung und Co
Eine zusätzliche Sozialversicherungspflicht ist nicht nötig. Jedoch sollte die Krankenkasse über die zusätzliche Tätigkeit informiert werden, da diese Einnahmen bei der Beitragsberechnung ebenfalls berücksichtig werden.
Ab dem Zeitpunkt, an dem die nebenberufliche Selbstständigkeit überwiegt, kann der Status als Selbständiger beantragt werden. So entfallen dann die Beiträge für die Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Freizeit
Wer viel arbeitet, braucht auch Erholungsphasen. Empfehlenswert ist mindestens ein freier Tag pro Woche, an dem nur entspannt wird und am besten auch keine E-Mails gecheckt werden. Auch unter der Woche sollte es Zeiten geben, an dem der Computer ausgeschaltet wird und Telefonate und E-Mails tabu sind. Ein Burnout kostet mehr als ein freier Tag.

Lesetipps:
chapteronemag.com
fuer-gruender.de
Wie du ohne Erfahrung ein ortsunabhängiges Business startest

Autor: Elsa Loy

Potentiale nutzen – Edition F zeigt, wie es gehen kann

Wer seine Stärken kennt, kann auch seine Potentiale nutzen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Oft fehlt das Wissen oder auch die nötige Unterstützung, um die eigenen Interessen bestmöglich vertreten zu können – Stichwort Empowerment.

Doch was bedeutet das genau? Aus dem Englischen übersetzt bedeutet Empowerment nichts anderes als Verantwortung zu übernehmen und für ein selbstbestimmtes Leben einzustehen, aber auch die professionelle Unterstützung, um sich zum Beispiel im Berufsleben besser positionieren zu können. Gerade Frauen können davon stark profitieren. Unsere Gesellschaft mag in vielen Bereichen bezüglich dieser Thematik schon sehr fortschrittlich agieren, doch sieht man ein wenig genauer hin, dann wird sehr schnell klar, dass auch bei uns noch einiges getan werden muss. Man denke nur an den Männerüberschuss in Führungspositionen oder an den Unterschied der Bezahlung von Männern und Frauen.
Genau da setzen Edition F mit ihrem Projekt an: Die FEMALE FUTURE FORCE Academy.

Die beiden Gründerinnen des Online-Magazins wissen, wovon sie reden. Nora-Vanessa Wohlert und Susann Hoffmann von Edition F haben ihr Unternehmen mit dem Ziel gegründet, Frauen untereinander besser zu vernetzen und zu stärken. Jetzt gehen sie noch einen Schritt weiter. Die FEMALE FUTURE FORCE ist ein digitales Coaching, dass auf Startnext gerade beworben wird. Frauen in Führungspositionen sind ebenso ein Thema wie die persönliche Weiterentwicklung. Es werden insgesamt 52 Wochen digitale Coachings mit verschiedenen Experten angeboten, wie zum Beispiel mit der Wirtschaftswoche-Chefredakteurin Miriam Meckel, Milena Glimbowski, Gründerin von Ein guter Plan und Original Unverpackt oder auch mit dem Verhandlungsexperten Matthias Schranner. Die Themen sind genauso vielfältig wie spannend und nützlich für die berufliche Weiterentwicklung. Von Themen wie Rhetorik- und Präsentationstraining, Leadership-Skills oder Arbeitsorganisation bis hin zu Meditation und persönliche und berufliche Beziehungen ist alles dabei. Dazu gibt es noch weitere Specials wie Live-Sessions mit Experten und Offline-Events, auf denen fleißig genetzwerkt werden darf. Das ganze Paket hat einen fairen Preis und ist für jeden zugänglich. Ein spannendes und inspirierendes Projekt: empfehlenswert. Übrigens wir sind auch dabei 🙂

Autor: Elsa Loy

Homeoffice – 5 Tipps für mehr Produktivität

Zu Hause arbeiten: für viele eine Traumvorstellung. Gemütlich vom Bett zum Schreibtisch schlendern und die Arbeit im Handumdrehen erledigen. So oder so ähnlich stellen sich die meisten einen Homeoffice-Job vor. Aber meist sieht die Realität doch ein wenig anders aus. Die Gefahr der Ablenkung ist besonders hoch. Wir sind in unserem gewohnten Umfeld und werden schnell dazu verleitet, uns so zu verhalten, wie wir es vom privaten Alltag gewohnt sind. Da räumen wir vielleicht noch die Geschirrspülmaschine aus oder verbringen doch noch eine halbe Stunde länger im Bett. Die einzige Kontrolle, die wir haben, sind wir selbst. Wie schafft ihr es dennoch, einen produktiven Arbeitstag zu gestalten?

Wir haben ein paar wichtige Punkte für euch zusammengefasst.

To-do-Liste
Bevor ihr euren Arbeitstag startet, solltet ihr euch eine To-do-Liste aufschreiben. Die Aufgaben sollten hier nach Wichtigkeit und nach Dringlichkeit gestaffelt sein. Was muss so schnell wie möglich erledigt werden? Gibt es bestimmte Deadlines? Was kann ich später erledigen?

Eine solche Liste könnt ihr in einem Notizheft führen oder auch bestimmte Tools wie zum Beispiel Wunderlist oder Trello nutzen. Wenn es um die Verteilung der Aufgaben nach Wichtigkeit geht, kann die 1-3-5 Regel angewendet werden. Nach dieser Methode, ist zu empfehlen, die To-do-Liste in maximal drei Blöcke zu unterteilen. Ganz oben steht der wichtigste Punkt. Danach folgen drei Aufgaben, die an diesem Tag erledigt werden müssen. Am Ende der Liste stehen fünf weitere Aufgaben, die abgearbeitet werden können.

Schlabber-Look Ade
Wer zu Hause arbeitet, benötigt viel Disziplin. Wir müssen uns selbst kontrollieren und motivieren. Das geht am besten, wenn wir und so verhalten, als würden wir in unser Büro oder Studio gehen. Dazu gehört auch eine entsprechende Kleidung. Niemand geht schließlich im Schlafanzug nach draußen.

Geregelter Tagesablauf
Wer spät aufsteht und lange frühstückt, läuft Gefahr, wieder müde und träge zu werden. Daher ist es zu empfehlen, einen strukturierten Tagesablauf zu haben, in dem Pausen und Erholungsphasen festgelegt sind. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er am produktivsten arbeitet. Sind es kleine Pausen zwischendurch oder doch lieber eine lange Pause? Wichtig ist die Einhaltung dieser Regeln. Dieser Plan kann gut mit der To-do-Liste verbunden werden. So können am Morgen die ersten wichtigen Aufgaben erledigt werden. Nach der Mittagspause arbeitet ihr dann die weiteren Aufgaben ab.

Arbeit ist nicht privat
Private Unterhaltungen per Telefon oder auch Haushaltsaktivitäten sind tabu. Das private Handy kann während der Arbeitszeit aus- oder auf stumm geschaltet werden. Wer berufliche Anrufe oder Nachrichten erwartet, kann dann dementsprechend reagieren. Darüber hinaus ist das Kommunizieren mit Kollegen über das Telefon oder Dienste wie Skype ein guter Motivator, um selbst am Ball zu bleiben.

Feierabend ist Feierabend
Arbeit ist Arbeit, privat ist privat. Gerade wenn viel von zu Hause aus gearbeitet wird, besteht die Gefahr, einzelne Aufgaben mit in das Privatleben zu nehmen. Das ist kontraproduktiv und lässt die Grenzen verwischen. Deshalb gilt: Feierabend ist Feierabend!

Lesetipps:
karrierebibel.de/todo-listen
ze.tt/wie-du-am-besten-zu-hause-arbeiten-kannst

Autor: Elsa Loy

5 Worktools, die euren Arbeitsalltag erleichtern

Wer kennt es nicht? Der Schreibtisch ist voll, die Aufgaben zahlreich und die Zeit viel zu knapp. In solchen Situationen ist ein durchdachtes Projektmanagement sehr von Vorteil. In diesem Beitrag möchten wir euch fünf Worktools vorstellen, die den Arbeitsprozess und die Umsetzung bestimmter Aufgaben einfacher machen.

Trello
Trello ist eine web-basierte Projektmanagement-Software, die von dem amerikanischen Unternehmen Frog Creek Software betrieben wird. Auf sogenannten Boards können Listen erstellt werden, die von mehreren Mitgliedern gleichzeitig genutzt werden. Zusätzliche Funktionen, wie Markierungen durch Farben können die Priorität einer Aufgabe hervorheben. Alle Elemente können von den einzelnen Mitgliedern verschoben, neu geordnet und priorisiert werden. Das soll die Zusammenarbeit eines Teams visuell erleichtern. Alle Grundfunktionen der Anwendung stehen kostenlos zur Verfügung. Die US-Version zählt mittlerweile über 8 Millionen Nutzer.
Wer mehr Funktionen nutzen möchte, kann auf die Trello Business Class ausweichen, die 8,33 US-Dollar monatlich kostet.

Quelle: Trello.com

MindMeister
MindMeister ist ein wunderbares Tool für das sogenannte Brainstorming oder auch um kreative Prozesse zu fördern. Ideen können visuell dargestellt und miteinander kombiniert werden. Auch für Gruppenarbeiten ist MindMeister eine willkommene Alternative, um Ideen festzuhalten und weiter zu entwickeln. Dieses praktische Werkzeug ist komplett webbasiert, das bedeutet es muss nicht extra heruntergeladen werden. Auch hier gibt es eine kostenlose Version, die derzeit von circa 4 Millionen Menschen genutzt wird, und auch hier können im Abo weitere Funktionen freigeschalten werden.

Dragdis
Dragdis ist eine tolle Möglichkeit über den Browser Texte, Links oder Bilder im Internet besser zu verwalten. Um es zu nutzen, muss man die entsprechende Browsererweiterung herunterladen. Danach könnt ihr Texte, Bilder oder Videos in beliebig vielen Ordnern mittels Drag& Drop verschieben. Die Dragdis-Spalte erscheint am rechten Rand des Browserfensters. Das Tool ist sehr einfach zu bedienen und macht das öffnen von zu vielen Tabs unnötig. Auch dieses Tool ist kostenfrei. In diesem Video könnt ihr euch ansehen, wie Dragdis genau funktioniert.

Wunderlist
Wunderlist ist sehr hilfreich bei der Planung und Erfüllung von Aufgaben – egal ob privat oder beruflich. Die Bedienung ist einfach und erfolgt auch über den Desktop oder auf dem Handy über die entsprechende kostenlose App. Für jeden Bereich kann ein Ordner angelegt werden. Für die Einhaltung von Deadlines ist diese App sehr gut geeignet, da hier eine automatische Erinnerungs-Funktion eingestellt werden kann. Weitere Funktionen seht ihr hier:

Quelle: https://www.wunderlist.com/de/

Dropbox
Dropbox ist ein sehr bekanntes und praktisches Programm, welches den Austausch von Dateien von mehreren Nutzern und Computern ermöglicht. Es basiert auf einem Filehosting-Dienst. Sobald man eine Datei in den eigenen Dropbox Ordner hochgeladen hat, kann dieser von jedem Computer über das Internet abgerufen werden. Dropbox wird zur Online-Datenspeicherung oder für das Zugreifen auf Dateien von mehreren Personen verwendet. Dropbox gibt es als kostenlose Version oder auch als Dropbox Business Version, die jedoch kostenpflichtig ist. Die Erweiterung Dropbox Pro kostet 99 Euro im Jahr.

Autor: Elsa Loy